Anzeige

Sonderthemen Gesundheit und Wellness

Werden Mutter oder Vater zuhause gepflegt, ist es sinnvoll, ein Pflegezimmer einzurichten. Das soll aber nicht nur praktisch, sondern auch gemütlich sein. Wie kriegt man das hin? Für Ines Böhm vom Kreisverband Jena-Eisenberg-Stadtroda des Deutschen Roten Kreuzes ist klar: „Angehörige sollten immer die Bedürfnisse der Person, für die das Pflegezimmer gedacht ist, im Blick behalten.“■ Welcher Raum eignet sich?Nicht immer hat man die Wahl, welcher Raum zum Pflegezimmerwerden soll. Falls doch, sollte er im Erdgeschoss liegen und gut erreichbar sein. „Das Pflegezimmer sollte möglichst nah an der Familie liegen“, sagt Böhm. „Und es sollte, wenn möglich, der hellste Raum im Haus oder in der Wohnung sein“, sagt Katia Steilemann, Raumberaterin, Coach und Präventologin in Stuttgart. Laut Böhm sollte ein Pflegezimmer mindestens 15 Quadratmeter haben, damit man mit Rollstuhl oder Gehhilfen nicht gegen Möbel stößt.
Nach einem Sturz entsteht Pflegedürftigkeit oft plötzlich. Doch meist entwickelt sie sich schleichend. Die Verbraucherzentrale rät älteren Menschen und ihren Angehörigen, nicht zu lange mit einem Antrag auf Pflegeleistungen zu warten. „Pflegebedürftig ist man nicht erst, wenn man gar nichts mehr kann. Entscheidend ist die Frage, ob körperliche und/oder geistige Einschränkungen den Alltag erschweren“, heißt es auf der Website des Bundesverbandes. Grundsätzlich sei zu empfehlen, den Antrag so früh wie möglich zu stellen. Wer damit lange warte, verschenke möglicherweise Geld. Denn entscheidend für den Leistungsbeginn ist, wann man den Antrag stellt – und nicht, wann die Pflegebedürftigkeit eingetreten ist.Der Antrag wird bei der Pflegekasse gestellt. Diese ist grundsätzlich bei der Krankenkasse der pflegebedürftigen Person angesiedelt. Wer also etwa bei der AOK versichert ist, sendet seinen Antrag dorthin. Privat Versicherte müssen sich an ihre private Pflegeversicherung wenden. Den Antrag kann man formlos per Telefon, Mail, Fax oder Brief stellen, es reicht der Satz „Ich stelle einen Antrag auf Leistungen der Pflegekasse“. Den Antrag sollte man selbst stellen. Ist man dazu nicht in der Lage, kann das auch ein Bevollmächtigter oder Betreuer tun.
„Wir haben heute sehr gute Möglichkeiten, den allermeisten Rückenkranken zu helfen“, sagt der Wirbelsäulenexperte Dr. Reinhard Schneiderhan vom gleichnamigen Wirbelsäulenzentrum in München-Taufkirchen. „Doch mindestens genauso wichtig im Kampf gegen Rückenschmerzen ist die aktive Mitarbeit eines jeden Menschen. Denn sie sind kein unausweichliches Schicksal.“ Hier leicht umsetzbare Tipps für einen schmerzfreien Rücken:- So viel Aktivität wie möglich: Treppen statt Fahrstuhl, kurze Wege zu Fuß, etwas längere Strecken mit dem Rad. Noch besser ist regelmäßiger Sport.- Dynamisch sitzen im Büro und Homeoffice: Zu viel sitzen mag der Rücken gar nicht. Weil es aber oft nicht anders geht, ist es ratsam, so oft wie möglich die Sitzposition zu wechseln und kurz aufzustehen.- Kurze Schulterdehnung einstreuen: Wer am Schreibtisch arbeitet, sollte alle ein bis zwei Stunden Schulter und Halsmuskulatur dehnen.- Aktive Mittagspause: Schon fünf Minuten reichen aus: Auf Youtube finden sich tolle Videos, um die Mittagspause aktiv zu gestalten.- Ausreichend Flüssigkeit: Bis zu zwei Liter täglich trinken, am besten Wasser.- Viel Gemüse und Obst: Frische und natürliche Lebensmittel versorgen den Körper mit Vitaminen und Mineralstoffen, von denen auch alle Strukturen des Rückens und der Wirbelsäule profitieren.- Gutes Schuhwerk: Obwohl die Füße weit vom Rücken entfernt sind, haben sie enormen Einfluss auf die Wirbelsäule. Für Frauen gilt: High Heels nur in Ausnahmefällen.- Barfuß oder auf Socken gehen: Wann immer möglich barfuß oder auf Socken laufen.- Taschen nicht auf einer Schulter: Egal ob Hand- oder Laptoptasche – einseitiges Tragen ist Gift für den Rücken. Also am besten den Riemen quer nehmen. Noch besser ist ein Rucksack.- Lasten verteilen: Den Einkauf oder andere Lasten möglichst gleichmäßig auf zwei Seiten verteilen und so körpernah wie möglich tragen.- Richtig heben: Möglichst immer aus den Beinen. Das lässt sich antrainieren.- Rückenschonende Gartenarbeit: Ob graben oder harken, wenn möglich, immer mit geradem Rücken. lifePR 
Kaum einer der sie nicht kennt: jene stechenden, pochenden oder beißenden Schmerzen, die vom Rücken ausgehen können. Jeder vierte Bundesbürger geht deshalb wenigstens einmal im Jahr zum Arzt, rund zehn Millionen sind gar chronisch betroffen.