Die Hochzeit soll einer der schönsten Tage im Leben des Paars sein. Mit der Planung beginnt man am besten bereits anderthalb Jahre vorher – denn es gibt viel zu organisieren. Foto: djd/Das Telefonbuch/mauritius images
Die Hochzeit soll einer der schönsten Tage im Leben des Paars sein. Mit der Planung beginnt man am besten bereits anderthalb Jahre vorher – denn es gibt viel zu organisieren. Foto: djd/Das Telefonbuch/mauritius images

Eine Checkliste statt tausend Zettel

Eine Checkliste kann in solchen Fällen sehr hilfreich sein, um alles gut im Blick zu behalten und nicht in einer wirren Zettelwirtschaft zu versinken. Entweder man wendet sich also an einen professionellen Hochzeitsplaner oder man druckt sich selbst einen genauen Zeit- und Handlungsplan aus. Je nachdem, wie viel Mühe und Arbeit man in die Vorbereitungen stecken möchte.

Ein Profi geht selbstverständlich mit dem Brautpaar alle wichtigen Dinge durch und plant die Hochzeit dann genau nach seinen Wünschen. Wer lieber selbst plant, kann sich an eine Anleitung halten – dann vergisst er garantiert nichts. Ob die Suche nach Trauringen, einem Fotografen, einem Trauredner, einer Feierlocation, Floristen, Frisör oder dem richtigen Brautmodengeschäft – die Checkliste nimmt die künftigen Eheleute Schritt für Schritt an die Hand, erinnert auch an Einladungskarten oder die Anmeldung in einer Tanzschule, bietet Hoteladressen zum Übernachtender Gäste und Links für die Flitterwochen.

Erst die Formalitäten, dann die Feier

So hat man einen genauen Überblick über die zeitliche Abfolge der Erledigungen: Was sollte man schon ein Jahr vor der Heirat in die Wege leiten? Welche Schritte müssen mindestens sechs Monate vorher erfolgen? Was ist nach der Hochzeit noch wichtig? Zudem gibt es ganz grundsätzliche Dinge, die bei jeder Trauung beachtet werden müssen.

Die nötigen Unterlagen bereitlegen

Angehende Eheleute sollten beispielsweise ihre nötigen Unterlagen wie Taufschein und Geburtsurkunde möglichst bald bereitlegen. So kommen sie nicht in die Situation, noch kurz vor dem Termin wichtige Papiere auftreiben zu müssen. Außerdem: Je eher die Formalitäten erledigt sind, umso schneller kann man sich den schönen Aspekten der Hochzeitsplanung widmen.

Foto: StockSnap/pixabay
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Hier ein kleiner Überblick, an was man wann denken muss:

15 bis 18 Monate vorher: Zuerst sollte das Paar grundsätzliche Fragen klären. Wie viele Gäste werden eingeladen? In welchem Ambiente soll gefeiert werden? Wie viel Geld möchte es ausgeben? Das Paar sollte so planen, dass es nicht mit Schulden in die Ehe startet. Wenn das Budget feststeht, kann über die wichtigsten Dinge gesprochen werden: Location, Zeremonie, Catering und Fotograf. Wer schon konkrete Favoriten hat, sollte schnellstmöglich anfragen – denn gerade im Sommer sind viele Dienstleister ausgebucht. In der Regel wird als Erstes der Feierort gesucht – danach richtet sich das Datum. Sobald das steht, schickt das Paar Save-the-Date-Karten an die Gäste.

12 bis 15 Monate vorher: Alle wichtigen Dienstleister müssen vom Paar angefragt werden – zum Beispiel Caterer, Band und Trauredner. Vor allem bei der Suche nach dem Redner wird empfohlen, dass die Brautleute sich Zeit lassen. Denn sie sollten sich sympathisch sein, weil die Gestaltung und die Rede sehr persönlich werden. Auch wer kirchlich getraut werden möchte, sollte sich rechtzeitig um einen Termin kümmern. Wenn alles soweit geregelt ist, bucht man am besten gleich die Band oder den DJ dazu.

10 bis 12 Monate vorher: Wenn das Essen nicht von der Location gestellt wird, ist es wichtig, sich jetzt auf einen Caterer festzulegen, damit es auch das Wunschmenü gibt. Vor allem, wenn es aufwendiger werden soll, braucht der Caterer länger, um die gewünschten Zutaten zu bestellen.

6 bis 10 Monate vorher: Jetzt ist der passende Zeitpunkt, um das Brautoutfit zu wählen. Da die Kleider oft maßgeschneidert werden, sind vier Monate Lieferzeit nicht ungewöhnlich. Der Anzug kann noch ein paar Wochen warten. Außerdem sollte sich das Paar jetzt auf ein Ziel für die Hochzeitsreise einigen – und buchen.

6 Monate vorher: Ein halbes Jahr vor dem Hochzeitsdatum sollte der Termin beim Standesamt gesichert werden. Ein Tipp: Am besten ganz in der Früh persönlich mit allen Unterlagen auf dem Standesamt sein. Wenn jetzt alle Termine stehen, können die Einladungen verschickt werden. Auf diesen sollte man auch darum bitte, dass die Gäste für das Catering angeben, ob sie Allergien haben oder sich vegetarisch/vegan ernähren.

5 Monate vorher: Jetzt kann sich das Paar um Details kümmern: Ringe aussuchen, Blumen bestellen und gegebenenfalls Shuttle-Services zu den einzelnen Locations buchen. Außerdem sollte das Catering-Menü fein abgestimmt werden.

4 Monate vorher ist der Zeitpunkt, an dem man Tisch-, Menü- und Platzkarten in Auftrag geben kann.

3 Monate vorher: Die Braut sollte jetzt zum Probestyling gehen. Außerdem kann das künftige Ehepaar die letzten Weine aussuchen – und falls nötig noch einen Tanzkurs belegen.

2 Monate vorher: Das Paar kann jetzt ein Gästebuch organisieren, Gastgeschenke fertigstellen und die letzten Abläufe mit Dienstleistern besprechen. Wer einen Polterabend machen möchte, sollte jetzt dazu einladen.

2 Wochen vorher: Jetzt kommt der angenehme Teil der Planung. Das Paar kann sich entspannen – und vielleicht ein gemeinsames Wellnesswochenende einlegen.

Am Hochzeitstag: Nach dem Ausschlafen geht es ab zum Styling, für das man zwei Stunden einplanen sollte. Und dann heißt es einfach nur: Die Hochzeit genießen! djd/DK