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Ausbildung - Weiterbildung - Beruf

25.02.2019 16:00 Uhr

Authentisch und selbstbewusst

Wie man das Bewerbungsgespräch als wichtigste Hürde auf dem Weg zum Ausbildungsplatz meistern kann
Einem Bewerbungsgespräch sollte eine gute Vorbereitung vorausgehen. Foto: Getty Images
Einem Bewerbungsgespräch sollte eine gute Vorbereitung vorausgehen. Foto: Getty Images
Hurra, die Einladung zum Vorstellungsgespräch liegt auf dem Tisch. Also könnte es mit dem erhofften Ausbildungs- oder Arbeitsplatz klappen. Doch Vorsicht – nicht zu früh freuen. Zuvor gilt es noch,mehrere Mitbewerber aus dem Feld zu schlagen. Das heißt, man selbst muss beim Vorstellungsgespräch einen Top-Eindruck hinterlassen. Das ist nicht einfach. Oft begehen Schulabgänger kleine, aber entscheidende Fehler. Deshalb einige Tipps.

■ Gut ankommen: Überraschend oft erscheinen Bewerber zu spät zu Vorstellungsgesprächen. Eine beliebte Ausrede ist der Stau. Doch Vorsicht. Das interessiert in den Unternehmen keinen. Dort wird erwartet, dass der Bewerber pünktlich ist. Deshalb sollte man Hindernisse einplanen, lieber eine Stunde eher losfahren, um auf der sicheren Seite zu sein. Zudem kann man sich, wenn man rechtzeitig vor Ort ist, mental auf das Gespräch einstimmen, entspannt und zugleich fokussiert hineingehen.

■ Sich angemessen kleiden: Unverzichtbar ist ein passendes Outfit. Doch was ist passend? „Bewerber sollten sich der Branche und angestrebten Position entsprechend kleiden“, rät Dresscode-Berater Dirk Pfister. „Wer sich um einen Ausbildungsplatz als Automechaniker bei einer Kfz-Werkstatt bewirbt, muss keinen Anzug nebst Krawatte tragen. Bei Banken hingegen ist dies Pflicht.“ Wichtig ist auch ein gepflegtes Aussehen. Also sollten Bewerber eventuell vorab einen Friseur aufsuchen. Und noch einen Tipp hat Pfister: „Tattoos verdecken und Piercingnadeln entfernen. Die sind bei Jobs mit Kundenkontakt meist unerwünscht.“

■ Selbstbewusstsein zeigen: Wichtig ist auch ein sicheres Auftreten. „Doch hier gilt es, die richtige Balance zu wahren“, mahnt Sonja Striebel, Ausbildungsleiterin bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Der Bewerber sollte weder verschüchtert, noch überheblich wirken. „Zeigen Sie ein gesundes Selbstbewusstsein“, rät Roswita Feineis, Personalleiterin bei der Zeppelin Baumaschinen GmbH in Garching. „Die Interviewer sollten spüren, dass Sie überzeugt sind: In mir steckt Potenzial.“ Ein gesundes Selbstbewusstsein zeigt sich aber auch darin, dass man mal klar sagt: „Das weiß ich nicht, aber ich eigne mi rdas Wissen gern an.“

■ Sich gezielt vorbereiten: Für Personalverantwortliche lautet in Vorstellungsgesprächen die zentrale Frage: Passt der Bewerber zu uns? Deshalb fragen sie sich, wenn sie bei einem Bewerber kein Interesse am Unternehmen spüren: Warum bewirbt der sich überhaupt bei uns? Feineis rät: „Informieren Sie sich vorab über das Unternehmen – auch damit Sie konkretere Fragen stellen können als eher durchschnittliche Bewerber.“

Personaler interessiert auch: Warum bewirbt sich die Person gerade um diesen Job oder diese Ausbildungsstelle? Informieren Sie sich also im Vorfeld über die angestrebte Stelle oder Tätigkeit. Feineis nennt ein Beispiel: „Wer sich umeine Ausbildung als Mechatroniker bewirbt, sollte wissen: Was macht ein Mechatroniker?

■ Möglichst authentisch bleiben: „Welche Schwächen und Stärken haben Sie?“ Diese Frage wird in Vorstellungsgesprächen oft gestellt. „Trotzdem sind viele Bewerber darauf nicht vorbereitet“, weiß Meera Gandbhir von der Personalberatung Conciliat, Stuttgart. Sie empfiehlt Bewerbern, ihre Stärken und Schwächen zu analysieren. Und wird im Gespräch danach gefragt? Dann sollten sie Schwächen nennen, „die aus Unternehmenssicht eher Stärken sind“. Zum Beispiel: „Ich vergesse bei der Arbeit oft mein Umfeld. So vertieft bin ich in sie.“ Personaler fragen auch gerne nach den Hobbys von Bewerbern. „Hieraus ziehen sie Rückschlüsse auf die Person“, betont Gandbhir. „Ist ein Bewerber zum Beispiel in einer Jugendgruppe aktiv, ist dies aus Sicht der Personaler ein Indiz für dessen soziale Kompetenz.“

■ Für einen guten Abgang sorgen: Gegen Ende der Gespräche geben Personaler Bewerbern oft die Möglichkeit, selbst auch ein paar Fragen zu stellen. „Nutzen Sie diese Chance, um ernsthaftes Interesse zu zeigen“, rät Sonja Striebel. „Fragen Sie zum Beispiel nach der Einarbeitung.“ Erlaubt ist es, sich solche Fragen vorab zu notieren.Das zeugt von einer guten Vorbereitung und man vergisst keine Fragen. DK

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