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Sonne, Holz und Wärmepumpe

Systemmix liefert das ganze Jahr unabhängige Energie

Ob in Kombination mit einer Wärmepumpe oder ohne: Eine Photovoltaikanlage kann für viele Hausbesitzer eine sinnvolle Investition sein. Foto: Creaton/txn

31.05.2022
Versorgungstechnik Herbert Bauer GmbH

Die Sonne scheint mehr oder weniger das ganze Jahr. Warme Luft steht für rund neun Monate zur Verfügung, und der Ökobrennstoff Holz ist regional in ausreichender Menge vorhanden. Also drei Energieträger, die unabhängig von Importen und auch kostengünstig sind.

Eine zukunftsorientierte Wärmeversorgung kann daher durch die Kombination aus Solaranlage oder Luftwärmepumpe mit einem modernen Festbrennstoffgerät sichergestellt werden. Darauf macht der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e. V. aufmerksam.

Die Photovoltaik-Anlage nutzt die Sonnenstrahlen und wandelt die Energie in elektrischen Strom um. Wird mehr Strom erzeugt, als aktuell im eigenen Haushalt benötigt, kann damit auch Wasser erhitzt werden.

Sarauer EnergieTechnik

Luftwärmepumpen arbeiten nach einem einfachen Prinzip und entziehen der Umgebungsluft die vorhandene Wärme. Bei beiden Systemen wird die Energie in Form von heißem Wasser in einem Pufferspeicher gelagert. Je nach Anlagentyp lässt sich dieses zum Duschen, Waschen und zur Unterstützung der Heizung einsetzen. Mit beiden Systemen ist meist der Bedarf an Heizungsenergie und Warmwasser von Frühling bis Herbst gedeckt.

In den kühleren Monaten stoßen beide Technologien jedoch an ihre Grenzen. Bei der Sonnenenergie muss auf ein zusätzliches Heizsystem zurückgegriffen werden, und bei der Wärmepumpe hängt die Leistungsfähigkeit von der Umgebungstemperatur ab. Bei starkem Frost, wenn der Bedarf am größten ist, schaltet sich ein elektrischer Heizstab ein, der Wasser und Heizung erwärmt, aber zu höheren Stromkosten führt.

Bei kalten Außentemperaturen und geringem Sonnenschein kann es ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll sein, Wärmepumpe und Solaranlage mit einem holzbefeuerten Kaminofen, Heizkamin oder Pelletofen zu unterstützen. Insbesondere ein wasserführendes Festbrennstoffgerät kann für sinkende Kosten sorgen. ots

FÖRDERUNGEN

Solarenergie, Biomasse-Heizung oder Wärmepumpe – an klimafreundlichen Möglichkeiten zu heizen mangelt es nicht. Dank der staatlichen „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) lohnt sich der Umstieg auf regenerative Brennstoffe heute mehr denn je: „Wer etwa jetzt den alten Ölkessel entsorgt und gegen eine Pelletheizung mit oder ohne Solarwärme austauscht, bekommt vom Staat bis zu 45 Prozent der förderfähigen Investitionskosten zurück“, erklärt Wendelin Heinzelmann, Bereichsleiter Vertrieb des Herstellers Paradigma. Wird die Maßnahme etwa als Teil eines Sanierungsplans umgesetzt, kommen noch mögliche fünf Prozent iSFP-Bonus hinzu. Insgesamt sind Zuschüsse von bis zu 55 Prozent möglich. Die Höchstgrenze für die förderfähigen Kosten wurde auf 60 000 Euro pro Wohneinheit erhöht. txn