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Ingolstadt erleben

09.08.2019 09:00 Uhr

Dörfliche Idyllen

Die Stadt Ingolstadt bietet viele Facetten: Nur wenige Kilometer vom pulsierendem großstädtischem Leben entfernt entfalten sich ländliche Idyllen. Dazu gehören der Auwaldsee direkt an der Autobahn, aber auch Mailing-Feldkirchen mit seinem besonderen Charme.
Der idyllisch gelegene Auwaldsee ist ein beliebtes Naherholungsgebiet, aber auch ein wichtiges Biotop. Eingebettet ist das Gewässer zwischen der Autobahn und dem Gewerbegebiet an der Manchinger Straße.
Der idyllisch gelegene Auwaldsee ist ein beliebtes Naherholungsgebiet, aber auch ein wichtiges Biotop. Eingebettet ist das Gewässer zwischen der Autobahn und dem Gewerbegebiet an der Manchinger Straße.
Die Marienkirche in Feldkirchen stammt aus dem späten 14. Jahrhundert. Erbaut wurde sie im Stil der Gotik. Die Kapelle auf der Nordseite wird auf das 15. Jahrhundert datiert.                          Fotos: Bartenschlager
Die Marienkirche in Feldkirchen stammt aus dem späten 14. Jahrhundert. Erbaut wurde sie im Stil der Gotik. Die Kapelle auf der Nordseite wird auf das 15. Jahrhundert datiert.                          Fotos: Bartenschlager
Der Osten Ingolstadts präsentiert sich vielschichtig: ein weitläufiges Gewerbegebiet, mehrere Sportstätten, Wohngebiete mit zum Teil noch ländlichem Charakter und Freizeitmöglichkeiten, zu denen auch ein See in unmittelbarer Nähe zur Autobahn gehört. Der Auwaldsee verdankt seine Existenz dem Autobahnbau in den 1930er-Jahren. Seine Längebeträgt etwa einen Kilometer. Einkehrmöglichkeiten und einen Campingplatz. Liegewiesen laden zum Entspannen ein und die Gäste nutzen den See im Sommer gern für ein erfrischendes Bad oder eine fröhliche Bootspartie. Im Winter finden sich Eisstockschützen und Schlittschuhläufer ein. Auf einem verästelten Rundweg tummeln sich Spaziergänger, Jogger und Radler. An der Nordseite stehen Fitness- und Spielgeräte, während an der Nordseite ein Waldlehrpfad angelegt ist. Zwei Inseln dienen dem Naturschutz.

Die MVA bei Mailing lieferte allein im Februar diesen Jahres 4967 MWh Strom und weist eine Fernwärmeabgabe von 25 529 MWh auf. Die Pietá am Friedhof neben der alten St.-Martins-Kirche erinnert an die Gefallenen der Weltkriege.             Fotos: Bartenschlager
Die MVA bei Mailing lieferte allein im Februar diesen Jahres 4967 MWh Strom und weist eine Fernwärmeabgabe von 25 529 MWh auf. Die Pietá am Friedhof neben der alten St.-Martins-Kirche erinnert an die Gefallenen der Weltkriege.             Fotos: Bartenschlager
Im Verbund der Stadtteile und Orte im Osten Ingolstadts nimmt Mailing-Feldkirchen eine eigene Stellung ein. Feldkirchen ist ein nicht gerade seltener Name. Es kennzeichnet eine Kirche im Vorfeld einer Stadt, so auch in diesem Fall. Es war schon früh ein begehrter Siedlungsplatz: Schon in der Steinzeit lebten hier Menschen. Ganz in der Nähe gab es eine Furt, die den Donauübergang ermöglichte. Hier kreuzten sich auch Römerstraßen.

Auf eine lange Geschichte kann auch Mailing zurückblicken. Bei archäologischen Ausgrabungen traten Funde aus der Bronze-, Hallstatt- und Keltenzeit zutage. Der Ortsname ist vermutlich von dem Personennamen „Milo“ hergeleitet. Auch Mailing weist eine geografische Besonderheit auf: Hier grenzen die Bistümer Eichstätt, Augsburg und Regensburg aneinander.
         
Dörfliche Idyllen Image 1
Jahrhunderte lang gehörten Mailing und Feldkirchen zur Stadt Ingolstadt. Doch 1813 wurde diese Zugehörigkeit beendet, und beide Dörfer schlossen sich zu einer politisch eigenständigen Gemeinde zusammen, wobei Mailing das Übergewicht hatte. Bei Gemeindeversammlungen stellte Mailing 60 stimmberechtigte Mitglieder, Feldkirchen jedoch nur 18. Das führte immer wieder zu Streitigkeiten. 1936 wurde die Gemeinde durch den Bau der Autobahn noch strikter von Ingolstadt getrennt – die Trasse verlief, wie heute, zwischen Stadt und Dorf. Erst bei der Gebietsreform 1972 wurde Mailing-Feldkirchen wieder nach Ingolstadt eingemeindet. Josef Bartenschlager
           

WISSENSWERTES AUS DEM SÜDEN DER STADT
  

Biergeschichten

Vom Mittelalter bis in die frühe Neuzeit mussten die Wirte in Feldkirchen ihr Bier eimerweise aus der Stadt beziehen und durften nur zu ganz bestimmten Gelegenheiten selbst brauen, etwa zu Kirchweih oder zu Hochzeiten.

Fort Wrede

Im Zug der Festungsausbauten wurde bei Feldkirchen das Fort Wrede hochgezogen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Fort gesprengt; auf dem Areal entstand eine Kleingartenanlage.

Die „Stadtfracks“

Ortsspitznamen standen Ende des 19. Jahrhunderts hoch im Kurs. So wurden die Feldkirchener die „Stadtfracks“ genannt, weil sie einst Bürger von Ingolstadt waren.

Erste Schule

Eine erste Schule ist für Mailing bereits 1639 bezeugt. Hier soll Petrus Canisius den Kindern Religionsunterricht erteilt haben.

Tödlicher Zweikampf

Der letzte Graf von Mailing, Konrad, musste mit dem Grafen von Muggenthal einen Zweikampf austragen. Bei Pförring trafen die Kontrahenten aufeinander und verwundeten sich so schwer, dass beide starben.

Der letzte Schuss

Im Krieg von 1866 unterlagen die Bayern den Preußen. Aber es waren bayerische Kanoniere, die den letzten Schuss abgaben. Johann Läng aus Mailing und Lorenz Schweiger aus Vohburg hatten ihr Geschütz gerade geladen, als das Signal zur Einstellung der Kampfhandlungen kam. Unbeeindruckt davon nahmen sie die Preußen nochmals unter Feuer. Dafür gab’s sogar einen Orden.

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