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Landgasthof Zanker in Peutenhausen

07.02.2018 08:00 Uhr

Gastronomin mit Leib und Seele

Aktionstage im Februar: Silvia Kottmair kreiert bayrische und internationale Neueröffnungs-Menüs
Ganz in ihrem Element: Ob in der Gaststube, wo ihre dekorative Oktoberfestkrüge-Sammlung zu bewundern ist, beim Dekorieren oder in der Küche – Silvia Kottmair ist eine leidenschaftliche Wirtin. Fotos: Hammerl
Ganz in ihrem Element: Ob in der Gaststube, wo ihre dekorative Oktoberfestkrüge-Sammlung zu bewundern ist, beim Dekorieren oder in der Küche – Silvia Kottmair ist eine leidenschaftliche Wirtin. Fotos: Hammerl
Peutenhausen (ahl) Sie ist Köchin, Einkäuferin und Buchhalterin, vor allem aber ist Silvia Kottmair Gastronomin mit Leib und Seele. Im nach einmonatiger Renovierungspause wiedereröffneten Landgasthof Zanker, den die heute 40-Jährige gemeinsam mit ihrem Mann Georg Kottmair vor vier Jahren von ihren Eltern Georg und Irmgard Zanker übernommen hat, wird alles frisch zubereitet – von den Salaten über Saucen bis zum Dessert. Das ist einer der Gründe, weshalb sie ganz besonders auf Aktionstage setzt. Schweinshaxen beispielsweise gibt es nur am Haxentagen, einmal im Monat an einem Donnerstag, Kirchweihenten und Spareribs müssen vorbestellt werden, und Krustenbraten steht immer sonntags auf der Speisekarte. „Ich bin altdeutsch“, sagt sie selbstironisch, „ich mag keine aufgewärmten Schweinshaxen oder Krustenbraten.“ Zu den Aktionstagen im Landgasthof Zanker gehört das Schaschlikessen an jedem ersten und dritten Donnerstag im Monat, von Oktober bis Ende März ist an einem Freitag alle 14 Tage bis drei Wochen Kesselfleischessen angesagt, und einmal im Monat, ebenfalls nur in den Wintermonaten, ist Paella- Tag. Hinzu kommen saisonale Aktionswochen wie die Spargelwochen während der Spargelsaison oder Schwammerlwochen im Herbst. Wildgerichte stehen saisonal auf der Speisekarte, Fischgerichte natürlich zu Aschermittwoch und Karfreitag.

Dass die in Augsburg, Ravensburg, auf Mallorca, in Österreich und auf der Wiesn ausgebildete Köchin nicht nur auf bayerische, gutbürgerliche, sondern gerne auch mal auf internationale Küche setzt, darauf deutet schon der Paella-Aktionstag hin. An besonderen Tagen wie Silvester zeigt sich Kottmair experimentierfreudig, stellt gern gehobene oder außergewöhnliche Menüs zusammen und serviert ihren Gästen dann beispielsweise Hirschmedaillons, Lendensteak mit Rosmarinjus, Fischvariationen und Chili-Mousse mit Calvados-Apfel, alles natürlich hausgemacht und aus regionalen Zutaten. Das gilt für mindestens 80 Prozent der Speisen, von der Kräuterbutter über Salatsaucen, Semmelknödel, handgehobelte Spätzle bis zur Brühe aus Markknochen und den hausgemachten Saucen, die sie traditionell aus Knochen und Fleisch herstellt. Ihre Sauce Hollandaise für Spargelgerichte schlägt die Chefin „notfalls mit der Hand, wenn die Maschine kaputt ist“. So geschehen zu Beginn der vergangenen Spargelsaison.

Die bayerische Wirtschaftskultur ist dem Ehepaar Kottmair Berufung und Verpflichtung zugleich. Reich werden sie nicht davon. Arbeit hätten sie auch genug, denn Georg Kottmair führt gemeinsam mit seinem Vater einen Garagentorbau-Betrieb und ist von Montag bis Samstag mit Verkauf und Montage gut beschäftigt. Abends und sonntags greift er seiner Frau unter die Arme, gelegentlich auch samstags, wenn etwas Besonderes wie eine Familienfeier oder ein Leichenschmaus anstehen und sie seine Hilfe benötigt.

Er war es auch, der sie ermutigt hat, den familiären Traditionsgasthof zu übernehmen. „Ich möchte, dass die bayerische Wirtshauskultur erhalten bleibt“, erklärt er seine Motivation. Wichtig ist ihm der Stammtisch, an dem nicht nur gekartelt, sondern oft auch schwer diskutiert wird, von der Bundespolitik über aktuelle Geschehnisse bis hin zu historischen Ereignissen, „bei denen drei Leute dabei waren und hinterher 20 verschiedene Meinungen haben“. Fragen, wer was trinkt, muss er nicht, denn „jeder bekommt sein eigenes Getränk – wir kennen unsere Pappenheimer“. Ebenso hat jeder seine eigene Uhrzeit, zu der er die gemütliche, nun frisch renovierte Stube betritt. „Danach kann man die Uhr stellen“, meint Kottmair.
LANDGASTHOF ZANKER
Kontakt:
Landgasthof Zanker
Hauptstraße 16
86565 Peutenhausen
Telefon: (0 82 52) 76 31

Öffnungszeiten:
donnerstags bis sonntags von 11 bis 14.30 Uhr und von 17 bis 22 Uhr, warme Küche bis 14 beziehungsweise 21 Uhr. In der Spargelsaison vom 5. April bis Mitte Juni ist zusätzlich auch mittwochs zu diesen Öffnungszeiten geöffnet.

Aktionstage:
Freitag, 9. Februar – Kesselfleischessen
Mittwoch, 14. Februar – Fischessen
Donnerstag, 15. Februar – Schaschlik
Freitag, 16. Februar – Kesselfleischessen
Donnerstag, 22. Februar – Haxn-Essen
Samstag, 24. Februar – Paella-Abend. ahl
Koller Elektrotechnik
Schrobenhausener Bank eG
Fenster & Türen Tobias Hohenester
Birkl Meisterbetrieb
Metzgerei Miller
Michael Geib
Spargel- und Kartoffelhof Karl
Leberecht Goeritz GmbH & Co. KG
Ad №18
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