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Verantwortung für Natur und Umwelt

13.04.2018 12:00 Uhr

Aus Abfall Energie gewinnen

Das geht mittels thermischer Behandlung
Auch in Ingolstadt nutzt die MVA thermische Behandlung, um pro Jahr circa 240 000 Tonnen Abfall in Fernwärme und Strom umzuwandeln. Foto: MVA
Auch in Ingolstadt nutzt die MVA thermische Behandlung, um pro Jahr circa 240 000 Tonnen Abfall in Fernwärme und Strom umzuwandeln. Foto: MVA
Aus Abfall Energie – also Fernwärme oder Strom – gewinnen? Das geht mittels thermischer Abfallbehandlung. Diese ist laut Umweltbundesamt in Deutschland eine der tragenden Säulen der Abfallentsorgung. Je nach Art der Abfälle stehen geeignete Anlagen zur thermischen Behandlung zur Verfügung. In fast allen Anlagen wird auch die beim Verbrennen freigesetzte Energie genutzt – so auch beim Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt (MVA). Sie wird als elektrische Energie, Wärme und/oder Prozessdampf abgegeben.

Die Verbrennung von Hausmüll und anderen Siedlungsabfällen hat in Deutschland eine lange Tradition. Hierfür sind derzeit 68 Siedlungsabfallverbrennungsanlagen (MVA) mit einer Jahreskapazität von circa 19,6 Millionen Tonnen vorhanden. Der energetische Gesamt-Nutzungsgrad liegt im Durchschnitt bei circa 50 Prozent. Bei einer besseren Anbindung der Anlagenstandorte könnten die bestehenden Anlagen deutlich mehr Energie in Form von Dampf, zum Beispiel als Fernwärme abgeben.

Der Betrieb der meisten Anlagen mit nasser Abgasreinigung erfolgt abwasserfrei. In der Regel werden die anfallenden Rostaschen im Straßen- und Wegebau verwendet. Darüber hinaus werden Eisen und Nicht-Eisen-Metalle aus der Schlacke zurückgewonnen und stofflich verwertet. oh

Hafen Kelheim/Saal mit Lände Riedenburg

Beste Ökobilanz

Binnenschiffahrt ist umweltfreundlich und kostengünstig
Der Gütertransport per Schiff ist mit einer ganzen Reihe von Vorteilen verbunden. Foto: DK-Archiv
Der Gütertransport per Schiff ist mit einer ganzen Reihe von Vorteilen verbunden. 
Foto: DK-Archiv
Das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden hat vor Kurzem die Güterverkehrsstatistik der Binnenschifffahrt für das Jahr 2017 bekannt gegeben. Danach wurden insgesamt 227,7 Millionen Tonnen Güter über die deutschen Bundeswasserstraßen – und damit 0,6 Prozent mehr Güter als noch im Vorjahr (221,3 Millionen Tonnen) – transportiert.

Das Geschäft der Binnenschifffahrt wird von Massengütern dominiert. Diese machen einen Anteil von rund 70 Prozent an der Gesamtmenge aus. Dazu zählen etwa Baustoffe, Erze, Kohle und Stahl. Die rohstoffintensive Stahlindustrie am Niederrhein setzt auf das Binnenschiff und wickelt 40 Prozess ihres Transportaufkommens über das Wasser ab.

Die Binnenschifffahrt ist ein wichtiger Bestandteil klimafreundlicher Logistikkonzepte, deren Nutzen vielen Unternehmen in Zeiten der sogenannten Green Logistics als Aushängeschild dienen kann. Darauf weist der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt hin. Von allen Verkehrsträgern weist das Binnenschiff die beste Ökobilanz auf, angefangen bei äußerlich wahrnehmbaren Faktoren. Lärmbelästigungen durch Binnenschiffe sind so gut wie ausgeschlossen, denn Schiffsmotoren sind vom Ufer aus kaum hörbar. Aus diesem Grund verursacht der Verkehrsträger Binnenschiff auch keine nennenswerten Lärmkosten – ein großer Unterschied zur Straße mit durchschnittlich 0,79 Cent je Tonnenkilometer und Schiene mit 0,84 Cent je Tonnenkilometer (Quelle: Planco-Verkehrsträgervergleich, 2007). Außerdem weist das Binnenschiff den geringsten Energieverbrauch unter den Verkehrsträgern auf. Im Schnitt verbraucht es 67 Prozent weniger Energie als der Lkw und 35 Prozent weniger als die Bahn. Folgerichtig sind auch die Kosten durch Klimagase (CO2) mit 0,12 Cent pro Tonnenkilometer am niedrigsten. Vorbildlich zeigt sich die Branche auch beim Gewässerschutz, denn Altöl sowie fett- und ölhaltige Schiffsbetriebsabfälle werden von einem von der Schifffahrt selbst ins Leben gerufenen Entsorgungssystem und mit sogenannten Bilgenentölungsbooten eingesammelt. oh

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