Anzeige

Kostbares Nass|Trockenheit gefährdet Forstkulturen - Wasser gezielt einsetzen

Kostbares Nass

Die Schlauchbewässerung aus einem 2000 Liter großen Tank funktioniert hier mit Hilfe eines Stromaggregats und einer Tauchpumpe von der Rückegasse aus. Foto: R. Schwanzer, AELF Ansbach

Die Schlauchbewässerung aus einem 2000 Liter großen Tank funktioniert hier mit Hilfe eines Stromaggregats und einer Tauchpumpe von der Rückegasse aus. Foto: R. Schwanzer, AELF Ansbach

20.01.2023

Lange war in Bayerns Wäldern von Bewässerung keine Rede. Doch mit der Häufung sehr trockener und heißer Jahre steigen im Zuge des Klimawandels die Absterberaten bei frisch gepflanzten Forstkulturen. Eine punktuelle, wassersparende Bewässerung der kleinen Pflänzchen kann mithelfen, dass die Verjüngung der Wälder gelingen kann. Ein Merkblatt der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) gibt dazu wertvolle Hilfestellung.

,,Manche Waldbesitzer greifen notgedrungen zu Gießkanne oder Schlauch. Unser neues Merkblatt zeigt, wie sie das effizient und wassersparend tun können“, meint LWF-Leiter Dr. Peter Pröbstle. Effizienter Einsatz von Wasser im Wald ist dabei nicht nur ein Kostenfaktor, sondern auch eine Ressourcenfrage: ,,Wasser ist gerade in Trockenzeiten ein knappes Gut. Deswegen darf eine künstliche Bewässerung im Wald nur nach sorgfältiger Vorüberlegung gezielt, sparsam und als Notlösung erfolgen", erklärt Pröbstle.

Waldbesitzer hätten aber auch weitere Möglichkeiten, positiv auf das Wassermanagement im Wald einzuwirken, so Hajo Klemmt, der Abteilungsleiter für Waldbau an der LWF. Gerade das Pflanzenmaterial und die Pflanztechnik eine entscheidende spielten Rolle. Waldbesitzer sollten darüber hinaus - wenn möglich - die Naturverjüngung bei der Schaffung zukunftsfähiger Mischwälder stärker mit einbeziehen. Sollte trotzdem die Bewässerung einer Forstkultur notwendig werden, gibt das Merkblatt wichtige Tipps: zum richtigen Zeitpunkt, zur ausreichenden Menge und zum richtigen Verfahren.

Gemäß dem Forstlichen Förderprogramm (WALDFÖPR 2020) für waldbauliche Maßnahmen ist in Bayern auch eine finanzielle Förderung für die Bewässerung von Forstkulturen möglich. Die Details dazu erfahren Waldbesitzer vom zuständigen Beratungsrevier an ihrem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF).

Das LWF-Merkblatt ,,Bewässerung von Forstkulturen" steht als kostenloser Download und Druckausgabe zur Bestellung unter www.lwf.bayern.de bereit. red