Anzeige

Forstarbeiten an Dienstleister vergeben|

Forstarbeiten an Dienstleister vergeben

Die Motorsäge ist ein wichtiger, aber auch gefährlicher Helfer. F.: Markus Spiske, Pixabay

Die Motorsäge ist ein wichtiger, aber auch gefährlicher Helfer. F.: Markus Spiske, Pixabay

20.01.2023

Fällarbeiten, insbesondere von Schadholz, sollte man von Profis machen lassen. Das sei die sicherere Alternative, rät die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Besonders im Kleinprivatwald ereigneten sich bei Arbeiten mit der Motorsäge überdurchschnittlich viele Arbeitsunfälle. Die übers Jahr gesehen wenigen Arbeitstage im Wald reichen laut SVLFG kaum aus, um eine sichere, handwerkliche Qualität bei der Arbeitsausführung herauszubilden. Wenn ein akzeptabler ,,Trainingsstand" erreicht sei, seien in der Regel die Arbeiten für dieses Jahr fertig, so die SVLFG. Dadurch müssten die Arbeiten immer wieder aufs Neue gelernt werden. Um diesen „Teufelskreis" zu verlassen solle man insbesondere die Arbeiten mit der Motorsäge an professionelle, forstliche Dienstleistungsunternehmen vergeben. DK

Wachsende Branche

Neben seinen Funktionen als Naherholungsgebiet und Klimaschützer ist der Wald ein bedeutender Wirtschaftszweig. Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) bietet das Cluster Forst und Holz in Deutschland rund 1,1 Millionen Menschen Arbeit.

Es besteht aus fast 130 000 Unternehmen und ist mit einer Wertschöpfung von gut 181 Milliarden Euro pro Jahr eine gefragte Branche, die sich auf einem Wachstumskurs befindet. Die Nachfrage nach dem heimischen Rohstoff Holz, insbesondere dem Nadelholz, steigt laut AGDW weltweit.

In Deutschland gibt es etwa 11,4 Millionen Hektar Wald. Etwa 73 Prozent der Wälder sind Misch- oder reine Laubwälder. Mit ihrer multifunktionalen und nachhaltigen Forstwirtschaft bewirtschaften die rund zwei Millionen Waldeigentümer als die größte Eigentümergruppe etwa die Hälfte der deutschen Waldfläche.

Die Waldeigentümer erwirtschaften einen Großteil ihres Einkommens durch den Verkauf von Holz. Im Durchschnitt besitzt ein privater Waldeigentümer eine Fläche von nur 2,7 Hektar. Um die Herausforderungen der Bewirtschaftung zu bewältigen, kooperieren mittlerweile 400 000 Waldeigentümer in forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen. Davon gibt es rund 4500 in Deutschland. DK