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Herbstgespräche

08.11.2018 12:00 Uhr

Verbindung zu Natur und Umwelt

Neubau und Sanierung: Moderne Fenster und Türen sorgen für gutes Klima, dämmen den Lärm und schützen vor Einbruch
Bei der energetischen Sanierung eines Hauses kannmit den richtigen Türen und Fenstern viel erreicht werden. Foto: ENA
Bei der energetischen Sanierung eines Hauses kannmit den richtigen Türen und Fenstern viel erreicht werden. Foto: ENA
Was wäre ein Gebäude ohne Fenster – ein Gefühl des „Eingesperrtseins“ würde in uns aufkommen. Die Fenster sind ein wichtiger Garant für unser Wohlbefinden, unabhängig davon, ob wir in dem Gebäude arbeiten oder wohnen.

- Worauf ist beim Kauf neuer Fenster und Türen zu achten? Die Eigenschaften zur Wärmedämmung werden in der Fenster- und Türentechnik mit dem sogenannten Wärmedurchgangskoeffizienten kurz „U-Wert“ beschrieben.

Bei den Fensterelementen beschreibt der Uw-Wert (U-window-Wert) und bei den Hauseingangstüren der Ud-Wert (U-door-Wert), jeweils die Dämmeigenschaften der Elemente. Das heißt, der U-Wert beschreibt die Wärmeverluste für die kompletten Elemente (Verglasung, Blend- und Flügelrahmen, Abstandshalter im Glas oder die Füllung im Haustürflügel).

Derzeit sind übliche Uw-Werte bei den Fensterelementen: mit zweifach Wärmeschutzverglasung zwischen 1,1 bis 1,3W/m2K –mit dreifach Wärmeschutzverglasung zwischen 0,5 bis 0,7 W/m2K. Bei Haus- und Nebeneingangstüren liegen derzeit die üblichen Ud-Werte zwischen 1,1 bis 1,8 W/m2K.

Zu beachten ist hierbei: je kleiner die U-Werte desto besser ist der Wärmeschutz, desto geringer sind die Wärmeverluste und desto höher sind die raumseitigen Oberflächentemperaturen insbesondere in den kalten Wintermonaten.

Tipp: Achten Sie beim Kauf neuer Fenster- und Türelemente auch darauf, dass in den Verglasungen die sogenannte „warme Kante“ eingebaut wird. Das sind gut dämmende Profile, die als Abstandshalter den Abstand zwischen den einzelnen Glasscheiben gewährleisten. Warme Kanten vermindern ganz wesentlich die Wärmeverluste im Bereich der Randzonen der Verglasungen. Warme Kanten senken auch die Tauwasserneigung an den Glasrändern.

- Der solare Energiegewinn: Jeder kennt das Gefühl, wenn man insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten die Gelegenheit hat, in der Sonne am Fenster zu sitzen – es wird in der Regel angenehm warm. Das Fenster ist unser „Tor“ zur Sonne.

Wie viel Sonnenenergie noch durch die Verglasung in unsere Räume eindringen kann, wird mit dem sogenannten „G-Wert“ – dem Gesamtenergie-Durchlassgrad – ausgedrückt. Zweifach Wärmeschutzverglasungen besitzen üblicherweise derzeit G-Werte von circa 0,61 bis 0,63. Das heißt, dass durch eine solche Verglasung bis zu 63 Prozent der Sonnenenergie von außen in unsere Räume eindringen und diese erwärmen kann.

Übliche Dreifach-Wärmeschutzverglasungen besitzen derzeit G-Werte zwischen 0,5 bis 0,6.Das heißt, circa 50 bis 60 Prozent der Sonnenenergie kommt in den Räumen an.

Möchten die Nutzer nicht so hohe solare Energiegewinne – wie zum Beispiel in Büros – können sogenannte Sonnenschutzverglasungen helfen. Diese gibt es derzeit mit G-Werten von 0,3 bis 0,5.

- Die Schalldämmung: Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass Neubau und Sanierung: Moderne Fenster und Türen sorgen für gutes Klima, dämmen den Lärm und schützen vor Einbruch Verbindung zu Natur und Umwelt Lärm unser Wohlbefinden erheblich stören kann. Mit neuen luftdichten Fenster- und Türelementen kann wieder Ruhe einkehren. In der Fenster- und Türtechnik wird die Schalldämmung der Elemente mit dem bewährten Schalldämmmaß in dB(A) ausgedrückt.

Normale, gut wärmedämmende Fensterelemente besitzen schalldämmtechnische Rechenwerte von etwa 32 dB(A). Falls höhere Schalldämmeigenschaften gewünscht sind, gibt es die Möglichkeit, sogenannte Schalldämmfenster mit Rechenwerten von circa 35 bis 50 dB(A) in dem Gebäude einzubauen.

Hinweis: Je nachdem, wie gut unser Gehör funktioniert, empfinden wir Menschen 8 bis 10 dB(A) Unterschied als doppelt so laut.

Übrigens, eine Dreifach-Verglasung erhöht die Schalldämmung bei normalen Fensterelementen lediglich um circa 0,5 dB(A). Das heißt, dass durch dreifach Wärmeschutzverglasungen die schalldämmenden Eigenschaften nur minimal erhöht werden. Die Lösung sind Schallschutzverglasungen.

- Die Luftdichtigkeit von Fenster- und Türelementen: Gut eingestellte und gut funktionierende Fenster- und Türelemente gelten als luftdicht.Die Luftdichtigkeit erhöht die Schalldämmeigenschaften und verhindert unkontrollierte Lüftungswärmeverluste. Ein Vergleich verdeutlicht, wie viel Heizwärme über undichte Elemente entweichen kann: Über eine Fuge mit einem Millimeter Breite und einem Meter Länge kann – je nach energetischer Qualität der Gebäude – so viel Heizwärmeenergie entweichen wie auf 10 bis 35 m2 Außenwandfläche. Und das ständig. Die Luftdichtigkeit ist also ebenfalls ein Qualitätsmerkmal im Hinblick auf die energetischen und schalldämmenden Eigenschaften.

- Die Einbruchhemmung: Es ist allgemein bekannt, dass Einbrecher in der Regel nicht durch die Wände, sondern über die Fenster und Türen versuchen, in die Gebäude einzudringen.Mit dem Kauf neuer Fenster- und Türelemente können auch die einbruchhemmenden Eigenschaften wesentlich gesteigert werden.

Die einbruchhemmenden Eigenschaften werden entsprechend der Normenreihe DIN EN 1627 bis 1630 in sogenannten „RC“ Klassen ausgedrückt. Je höher die Klasse, desto schwerer hat es ein vermeintlicher Einbrecher, die Elemente zu öffnen.

Für den privaten Wohnungsmarkt wird in der Regel die Klasse RC2 in den Bereichen empfohlen, wo Einbrecher ebenerdig die Elemente erreichen können.

Dort,wo der Einbrecher nur über eine Leiter an die Elemente gelangt, wird in der Regel die Einbruchhemmungsklasse RC2N empfohlen. Das heißt, dass bei diesen Elementen eine ganz normale Wärmeschutzverglasung ohne erhöhte Glasbruchsicherheit eingebaut wird.

Die Kriminalpolizei bietet in diesem Zusammenhang auch Beratungsdienste an.

Hinweis: Nur der Einbau eines Beschlages, der für die Einbruchhemmungsklasse RC2 geeignet ist, bringt in der Regel nicht den erwarteten Widerstand gegen Einbruchsversuche. Daher sollte auf die geprüfte Einbruchhemmung beim Kauf der Elemente geachtet werden.

- Die Qualität der Montage ist entscheidend: All die vorher beschriebenen Eigenschaften können die neuen Fenster und Türen nur erfüllen, wenn die Montage sach- und fachgerecht ausgeführt wird. Eine Montage nach dem Stand der Technik umfasst folgende Anforderungen: eine dauerhafte luft- und dampfdiffusionsdichte Abdichtung auf der Raumseite, eine möglichst wärmebrücken-minimierte Einbauweise in den Baukörper, eine möglichst optimale umlaufende Wärmedämmung der Anschlussfugen, eine auf den Baukörper abgestimmte Befestigung mit geeigneten Befestigungsmitteln und auf die zu erwartenden Belastungen abgestimmte Befestigungsabstände sowie einen dauerhaften schlagregendichten Anschluss auf der Außenseite.

- Förderprogramme: Es gibt für den energieeffizienten Neubau oder die Sanierung verschiedene Förderprogramme, in denen neue Fenster- und Türelemente – teilweise mit Barzuschuss oder mit zinsverbilligten Krediten – gefördert werden. Interessenten sollten sich vor Ausführung der Maßnahmen informieren, ob sie Förderungen in Anspruch nehmen können. Diese müssen in der Regel vor Ausführung der Maßnahmen beantragt werden.

- Kontakt: Die ENA-Roth, die unabhängige EnergieBeratungs-Agentur GmbH des Landkreises Roth, berät und unterstützt. Nähere Informationen und Termine unter der Telefonnummer (091 71) 81 40 00. oh

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