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Pflegegrad erhalten - und jetzt?|Wichtige Antworten auf Fragen rund um die Einstufung

Pflegegrad erhalten - und jetzt?

Die Leistungen von Pflegegrad 1 haben zum Ziel, pflegebedürftigen Personen die Selbstständigkeit im Alltag möglichst lange zu erhalten. Foto: compass private pflegeberatung

Die Leistungen von Pflegegrad 1 haben zum Ziel, pflegebedürftigen Personen die Selbstständigkeit im Alltag möglichst lange zu erhalten. Foto: compass private pflegeberatung

11.05.2024

Rund um die Pflegegrade ergeben sich für Betroffene oft Fragen: Wie genau unterscheiden sich die Pflegegrade voneinander und ab wann erhalte ich einen Pflegegrad? Dabei gibt es genaue Regelungen, ab wann Pflegebedürftigkeit bei einer Person vorliegt und auch, welche Pflegeleistungen in der individuellen Situation in Anspruch genommen werden können. Die Leistungen von Pflegegrad 1 zielen vor allem darauf ab, die Selbstständigkeit im Alltag der Betroffenen zu erhalten.

Begutachtung: In sechs Modulen gibt es Punkte

Ob eine Person pflegebedürftig ist, wird durch eine Feststellung ihrer Selbstständigkeit und Fähigkeiten im Alltag bestimmt. In sechs Modulen zu unterschiedlichen Aspekten des Lebens werden bei der Begutachtung Punkte vergeben, die über den Grad der Pflegebedürftigkeit und den daraus resultierenden Unterstützungsbedarf entscheiden.

Bereits bei einer geringen Einschränkung der Selbstständigkeit und Fähigkeiten liegt ein Pflegegrad 1 vor. Um die Selbstständigkeit im Alltag möglichst lange zu erhalten, stehen der pflegebedürftigen Person dann verschiedene Leistungen zur Verfügung, die sie und die pflegenden Angehörigen oder ehrenamtlichen Helfer entlasten sollen. Neben der Teilnahme an einem Pflegekurs, bei der pflegende Angehörige oder Ehrenamtliche die Grundlagen der häuslichen Pflege kennenlernen, steht Personen mit Pflegegrad 1 kostenfreie Pflegeberatung zu.

Ziel der Beratung ist es, die richtige Versorgung für die individuelle Situation zu finden, indem beispielsweise gemeinsam Bedarfe ermittelt werden und die Leistungen besprochen werden. Die Beratung erfolgt so lange, wie die Betroffenen es benötigen und dient der Klärung von Fragen oder Unsicherheiten und der Entlastung.

Geld für Pflegehilfsmittel und Entlastung von Angehörigen

Auch erhalten die pflegebedürftigen Personen Zuschüsse Pflegehilfsmitteln und Wohnumfeldverbesserungen. Diese müssen vom Gutachter im Vorfeld empfohlen werden. Auch der Entlastungsbetrag von bis zu 125 Euro steht bei Pflegegrad 1 zur Verfügung. Mit diesem Betrag sollen die pflegenden Angehörigen entlastet werden, beispielsweise durch die Unterstützung beim Einkaufen oder Reinigen des Hauses, bei der Übernahme von Besuchsdiensten oder für Betreuungsangebote. Anders als bei den anderen Pflegegraden darf dieser bei Pflegegrad 1 auch für die körperbezogene Pflege verwendet werden, beispielsweise für Unterstützung beim Duschen oder Anziehen durch einen ambulanten Pflegedienst.                         red