Bereits im Jahre 1869 kamen in Gaimersheim zehn Männer zusammen, die Interesse am Schießsport hatten - sie sind die Gründer des heutigen Schützenvereins „Hubertus“.

Leider war es den Schützen nicht vergönnt, den Schießsport auszuüben, da der deutschfranzösische Krieg von 1870-1871 erstmals einen Schlussstrich unter das Vereinsleben setzte. 1872 wurde der reguläre Schießbetrieb wieder aufgenommen. 1902 feierte die Zimmerstutzen-Schützengesellschaft, wie der Verein bis dahin noch hieß, sein 30-jähriges Gründungsfest. Im Jahre 1908 Schützengesellschaft I Gaimersheim und 1923 in Schützenverein Hubertus.  

Bis zum Jahre 1939 herrschte reger Schießbetrieb, bevor der Zweite Weltkrieg eine totale Lahmlegung des Vereinslebens mit sich brachte.

Im Juli 1950 versammelten sich die Schützenkameraden, um eine Wiedergründung des Vereins vorzunehmen. 1. Schützenmeister wurde Bonifazius Mayerhöfer.

Durch den starken Anstieg der Mitgliederzahlen in den 1970er Jahren beschloss der Verein unter der Leitung von Erwin Mayerhöfer, einen neuen Schießstand mitsamt Vereinsheim zu bauen. Die Grundsteinlegung erfolgte im Mai 1979 und die feierliche Eröffnung zwei Jahre später. Der Zulauf an neuen Mitgliedern, vor allem an Jugendlichen, war sehr hoch und der Verein begann intensiv mit dem Aufbau einer erfolgreichen Jugendarbeit, die bis heute anhält.

Ab 1987 bildete sich eine vereinseigene Böllergruppe – zunächst mit Hand-, später mit Schaftböllern.

Der Verein wurde immer größer, genauso die sportlichen Erfolge was dazu führte, das Schützenhaus unter Schützenmeister Jakob Karst Anfang der 1990er zu erweitern.

1997 wurde mit einem viertägigen Festmarathon im Festzelt das 125-jährige Vereinsjubiläum begangen. Im selben Jahr erhielt der Verein für seine überragende Jugendarbeit das Grüne Band der damaligen Dresdner Bank. Die Jahre darauf war der Verein sowohl im aktiven als auch im gesellschaftlichen Bereich weiterhin sehr aktiv und von sportlichen Erfolgen geprägt.

2012 feierten sie das 140-jährige Vereinsjubiläum, verbunden mit dem 25-jährigen Jubiläum der Böllergruppe.

In den Jahren 2014 bis 2016 wurde zunächst die Luftgewehrhalle auf elektronische Stände umgerüstet und die Westfassade gedämmt und verkleidet, sowie die 25-Meter-Anlage im Keller modernisiert. Hierfür wurden über 200.000 Euro aufgewendet, was nur dank Zuschüssen und Spenden der Mitglieder und Gönner möglich war.

Im Jahr 2020 erhielt der Verein dafür vom Bayerischen Sportschützenbund den Nachwuchsförderpreis verliehen.

Im kommenden Jahr kann der Schützenverein Hubertus Gaimersheim auf 150 Jahre zurückblicken. Genauso feiert die Böllergruppe ihr 35-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass haben sie sich für das Jahr 2022 einiges einfallen lassen.

Gestartet wird das Festjahr am 6. Januar um 16.30 Uhr mit dem Anschießen des Festjahres auf dem Andreas-Staudacher-Platz. Am 19. März folgt ein Starkbierfest mit der Kapelle „D‘ Wuidsaureiter“. Am 10. April ist die Bevölkerung zum Ostereierschießen eingeladen, genauso am 7. Mai zum Maibaumschießen. Vom 24. bis 26. Juni steigt das Festwochenende mit Johannisfeuer, Böllerschützentreffen, Festgottesdienst und Festumzug. Im Juli wird die Marktmeisterschaft für die gesamte Bevölkerung ausgerichtet und im August folgt das Gauschießen des Sportschützengaues Ingolstadt. Im September präsentieren sich der Verein und die Vereinsjugend, mit einem Schnupperschießen und einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit. Das Kirchweihschießen im Oktober wird den Vereinsmitgliedern vorbehalten sein, ebenso wie das Weinfest im November. Am 30. Dezember wird mit einem großen Jahresausklangsböllerschießen auf dem Andreas-Staudacher-Platz das Festjahr abgeschlossen. get