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Neue Ortsmitte mit Bürgerhaus und Café

erstellt am 16.10.2020 um 10:17 Uhr
Pfaffenhofen - Eine starke Ortsgemeinschaft kümmert sich um die Bedürfnisse der Einwohner von Scheyern. So bietet die Nachbarschaftshilfe Unterstützung im Bereich Kinderbetreuung, Familienhilfe, Seniorenberatung oder für Geflüchtete. 
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Die Gemeinde Scheyern liegt am südwestlichen Anfang der Hallertau zwischen Ilm und Paar. Foto: Vitus Rath
Die Gemeinde Scheyern liegt am südwestlichen Anfang der Hallertau zwischen Ilm und Paar. Foto: Vitus Rath

Diese und andere positive Voraussetzungen sorgen für eine große Nachfrage nach Wohnraum in Scheyern. „Scheyern hat in der Vergangenheit zwei größere Baugebiete ausgewiesen, ein neues soll in naher Zukunft entstehen“, berichtet Bürgermeister Manfred Sterz. Zudem wurde mit Nachverdichtung in den Hauptorten für Entlastung gesorgt.

Ein großes Projekt, das sich der Bürgermeister vorgenommen hat, ist die Schaffung einer neuen Ortsmitte mit Bürgerhaus, Bücherei,Café und einem neuen Rathaus. „Für das gesellschaftliche Leben in einer wachsenden Gemeinde halte ich das für sehr wichtig.“

Kunst und Kultur

Vereine bieten den verschiedensten Interessen Abwechslung. Der größte ist der Turn- und Sportverein. Mit etwas über 400 Mitgliedern sind die Pferdefreunde Euernbach der zweitgrößte Verein in Scheyern und einer der größten Reitvereine in der Region Ingolstadt.
   

Besonders Kunst und Kultur haben Scheyern weit über seine Grenzen hinaus bekannt gemacht. Allein „Kunst im Gut“, das bisher stattfindende Kunst-Event, besuchten Kunstliebhaber bis aus dem Ausland. Die Sommer-Konzerte im Scheyerer Kloster haben ein hohes Ansehen sowohl bei Liebhabern klassischer Musik als auch bei den Künstlern selbst. Brauchtum pur bieten das Brauereifest, der traditionelle Kreuzritt oder der Scheyerer Christkindlmarkt.

Kultur und Brauchtum haben Scheyern weit über seine Grenzen hinaus bekannt gemacht. Besondere Wanderwege wie der „Benediktusweg“, der „Keltenweg“ oder der „Planetenweg“, der am Eingang zum Prielhof beginnt (Bild links) bieten einen hohen Freizeitwert. Bierliebhaber lockt die Klosterbrauerei, (rechts) die nach alten Rezepten Bier herstellt. Fotos: Gemeinde Scheyern
Kultur und Brauchtum haben Scheyern weit über seine Grenzen hinaus bekannt gemacht. Besondere Wanderwege wie der „Benediktusweg“, der „Keltenweg“ oder der „Planetenweg“, der am Eingang zum Prielhof beginnt (Bild links) bieten einen hohen Freizeitwert. Bierliebhaber lockt die Klosterbrauerei, (rechts) die nach alten Rezepten Bier herstellt. Fotos: Gemeinde Scheyern

 
Wandern und Bier trinken


Wanderwege, wie der „Benediktusweg“, bieten Abwechslung für Aktive. Er führt an einem Weiher entlang in dem die Wassernuss gedeiht, eine botanische Rarität. Außerdem gibt es den „Keltenweg“, der an Hügelgräbern vorbeiführt und von dem ein kleiner Abstecher zu einem der bedeutendsten keltischen Denkmälern, einer Keltenschanze führt, sowie den Planetenweg, der mit der Sonne am Eingang zum Prielhof beginnt. Bierliebhaber interessiert die Klosterbrauerei, die als drittälteste Brauerei Deutschlands nach alten Rezepten Biere herstellt. Ihre Tradition reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Bis heute hat sich an der Qualität nichts geändert. Scheyern ist einen Ausflug wert. dws

Die Wassernuss – Lebensraum in Scheyern

Die Wassernuss (Trapa natans), auch Wasserkastanie genannt, ist die seltenste Pflanze Bayerns. Sie ist eine einjährige Wasserpflanze, die in Deutschland vom Aussterben bedroht ist und seit 1987 unter Naturschutz steht. Lediglich ein Restbestand konnte sich bis 1984 in Scheyern im sogenannten Sauweiher halten, bis auch er den Umweltbelastungen erlag und der Bestand gänzlich erlosch.

Die Wassernuss kommt in stehenden Gewässern vor und ist in 30 bis 60 Zentimeter tief im Boden verankert. Ihre Blattstengel haben Schwimmkörper, so dass die fächerförmigen Blätter, die jedoch erst im Juni auftauchen und sich im Herbst rot verfärben und dann absterben, rosettenartig an der Wasseroberfläche schwimmen. Sie blüht von Juli bis August. Ihre Blüten sind weiß, unscheinbar und ebenfalls rosettenförmig angeordnet.

Seit 1987 werden gezielte Schutz- und Pflegemaßnahmen durchgeführt, um typische Teichwasserpflanzen wieder aufzubauen. Mit der Zeit hat sich in Scheyern auch wieder ein stabiler Wasserpflanzenbestand eingestellt wozu auch wieder die Wassernuss zählt. PK