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Neubau Kindergarten St. Franziskus Beilngries

04.10.2019 08:00 Uhr

Neues Zuhause für die Kinder

Nach deutlich längerer Bauzeit als ursprünglich geplant wird das moderne Holzgebäude endlich eingeweiht
Die Erziehrinnen und Kinderpflegerinnen betreuen derzeit 100 Kindergarten- und 20 Krippenkinder. Foto: Nusko
Die Erziehrinnen und Kinderpflegerinnen betreuen derzeit 100 Kindergarten- und 20 Krippenkinder. Foto: Nusko
Beilngries (nur) Der Neubau des Kindergartens St. Franziskus in Beilngries wird an diesem Freitag vor geladenen Gästen offiziell seiner Bestimmung übergeben. Dabei spendet Domkapitular Josef Funk den kirchlichen Segen. Am Samstag sind dann alle Interessierten von 13.30 bis 16 Uhr zu einem Tag der offenen Tür eingeladen.

Der in Holzbauweise erstellte und letztlich rund 5,6 Millionen teure Neubau ist bereits seit Anfang September in Betrieb. Weil das bisherige Gebäude aus allen Nähten platzte, war die Baumaßnahme letztlich unerlässlich. Der erste Spatenstich erfolgte Ende April 2018. Dabei und auch beim Richtfest, das bereits drei Monate später stattfand, sangen die Franziskus Kinder: „Mir baun a Haus".

Dass sich die endgültige Fertigstellung des Projekts aber danach teilweise zu einer Odyssee entwickeln würde, war zunächst nicht absehbar. Ursprünglich war der September 2018 als Bezugstermin vorgesehen, doch schon bald war vom 1. Januar 2019 die Rede. „Wir liegen im Zeitplan“, freute sich Bürgermeister Alexander Anetsberger (CSU) beim Richtfest und zweifelte nicht daran, dass man zu Beginn dieses Jahres in den Neubau einziehen könne. Schließlich sei die erste Etappe bis zur Hebauf-Feier plangemäß über die Bühne gegangen.

Das Stadtoberhaupt gab damals aber auch zu bedenken, dass nach dem Richtfest die Bauphase beginne, in der mehrere Firmen gleichzeitig arbeiten würden und teilweise voneinander abhängig seien. Als Vertreter der katholischen Kirchenstiftung freute sich Stadtpfarrer und Domkapitular Josef Funk, dass die Stadt als Bauherrin auch weiterhin der Kirche das Vertrauen für die Trägerschaft schenke. Man werde sich der Moderne nicht verschließen, sagte er im Hinblick auf das Thema Betreuungszeiten.

Funk kündigte aber auch an, die Eltern könnten sich darauf verlassen, dass im Franziskus Kindergarten weiterhin der heilige Bischof Nikolaus und nicht der Weihnachtsmann zu Besuch komme. Ausdrücklich verwies der Domkapitular auch darauf, der Franziskus-Kindergarten sei ebenso wie die anderen Kindergärten unter kirchlicher Trägerschaft offen für Mädchen und Buben jeglicher Herkunft, Hautfarbe und Religion.

Bis die Einrichtung endlich bezugsfertig war, galt es aber, noch weitere Hürden zu überwinden. Im vergangenen November hieß es dann, neuer Termin für den Bezug des Kindergartens sei der 1.Mai 2019. Letztlich war es aber erst am 1. September so weit. Nicht nur Domkapitular Josef Funk zeigte sich dabei erfreut, dass es nun geklappt habe, den Termin einzuhalten. Lobende Worte fand er auch über das Ambiente im Neubau. „Wenn man hereinkommt, ist man positiv überrascht. Es ist ein wunderschönes Gebäude“, stellte er fest.

"Es ist ein wunderschönes Gebäude."

Josef Funk
Domkapitular

Dem pflichtete Kindergartenleiterin Johanna Eichhorn bei. Sie sprach Anfang September von einem „Geschenk für die Kinder“. Bürgermeister Anetsberger zeigte sich ebenfalls erfreut, dass die Kinder endlich in den Neubau einziehen konnten. Er sagte außerdem, bei all den Verzögerungen, Reibereien und unerfreulichen Nachrichten der vergangenen Monate, wenn nicht Jahre, rund um dieses Bauwerk zähle für ihn nun nur das Ergebnis. Könnten Kinder und Personal den Betrieb doch in einem schönen neuen Gebäude aufnehmen.

Zumindest machte es der verspätete Termin möglich, dass die Einweihung des Neubaus nun am Gedenktag des heiligen Franz von Assisi erfolgen kann. Wie von Eichhorn zu erfahren war, gibt es im neuen Franziskus-Kindergarten vier Räume für derzeit 100 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren sowie zwei Zimmer für die Kinderkrippe. In Letzterer werden weitere 20 Buben und Mädchen ab einem Alter von einem Jahr betreut. Um den Nachwuchs kümmern sich neben der Leiterin weitere 18 Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen.

Unter dem Dach des neuen Gebäudes befinden sich auch eine Turnhalle sowie verschiedene Funktions- und Gruppenräume. Zur Ausstattung gehören ferner eine behindertengerechte Toilette und ein Aufzug. Im Außenbereich ist mittlerweile ein attraktiver Spielplatz entstanden.

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