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Heizen mit Zukunft|Das bedeutet die neue Gesetzeslage für Holzfeuerstätten

Heizen mit Zukunft

Eine emissionsarme Holzfeuerstätte mit moderner Technik liefert CO2-neutrale Wärme, spart fossile Brennstoffe und entlastet so das Klima. Foto: djd, www.kachelofenwelt.de

Eine emissionsarme Holzfeuerstätte mit moderner Technik liefert CO2-neutrale Wärme, spart fossile Brennstoffe und entlastet so das Klima. Foto: djd, www.kachelofenwelt.de

25.03.2024

Seit Anfang des Jahres gilt das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG). Es soll die Umstellung von fossilen Heizträgern wie Erdgas und Öl auf erneuerbare Energien forcieren, um die CO2-Emissionen weiter zu reduzieren. Laut GEG ist eine neue Heizung im Neubau zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien zu betreiben. Funktionierende Öl- oder Gasthermen müssen jedoch nicht ausgetauscht und defekte Heizungen dürfen repariert werden.

Wie im „Klimapaket“ der Bundesregierung beschlossen, werden seit 2021 alle Brennstoffe, die Kohlendioxid ausstoßen hauptsächlich Erdgas, Heizöl sowie Diesel und Benzin - mit einer CO2-Steuer belegt. Diese steigt von 25 Euro pro Tonne CO2 im Jahr 2021 auf 50 Euro im Jahr 2025 und bis Ende 2026 auf bis zu 65 Euro pro Tonne CO2 plus Mehrwertsteuer.

CO2-Steuer verteuert fossile Brennstoffe

Für Verbraucher ergeben sich daraus erhebliche Mehrbelastungen. Die Alternative: Haushalte können auf erneuerbare Energien und moderne Holzfeuerstätten setzen. Holz wird von der Europäischen Union (EU) als regenerative Energie anerkannt. Die klimaschonende Energie ist CO2-neutral, regional verfügbar und unverzichtbar für die Energiewende.

Moderne Holzfeuerstätten erfüllen die Wünsche nach individuellem Wohndesign, einem ursprünglichen Feuererlebnis und gesundem Wärmekomfort. Für optimale Auslegung, Abstimmung und Integration der Holzfeuerstätte in das Wärmekonzept des Hauses sollte man sich vom Ofen- und Luftheizungsbauer beraten lassen. Für Immobilienbesitzer und Bauherren bieten sich im Zusammenhang mit Holzfeuerstätten verschiedene Lösungen an.

Wer seinen Wärmebedarf etwa mit Solarthermie, einer Wärmepumpe und einer modernen Holzfeuerstätte deckt, ist von der CO2-Steuer gar nicht erst betroffen. Da klassische Einzelraumfeuerstätten wie Kachelöfen, Heizkamine, Kaminöfen und Pelletöfen keine Heizungsanlagen sind, unterliegen sie auch nicht dem GEG. Sie lassen sich frei und sehr flexibel mit anderen regenerativen Energieträgern etwa als Hybridheizsystem kombinieren.

Kombinierbar mit anderen regenerativen Energieträgern

So kann eine Holzfeuerstätte mit Wasserwärmetauscher eine Wärmepumpe in der kalten Jahreszeit entlasten, deren Stromverbrauch senken und den Wirkungsgrad erhöhen. Zusätzlicher Pluspunkt: Die mit Holz betriebene moderne Einzelraumfeuerung kann mit einem Anteil von zehn Prozent an den 65 Prozent der erneuerbaren Energien angerechnet werden, die das Heizungsgesetz (GEG) bei einem Neubau oder in Zukunft im Rahmen einer Modernisierung der Heizungsanlage fordert. djd

BRENNHOLZ

Durch die Verwendung von Brennholz werden laut Berechnungen des Bundesministeriums Ernährung und Landwirtschaft für in Deutschland jährlich rund 32 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Ideal ist unbehandeltes und möglichst harzfreies Holz, gespalten und in nicht zu großen Stücken oder Scheiten. Brennholz darf maximal 25 Prozent Restfeuchte oder einen Wassergehalt von maximal 20 Prozent vorweisen. Das lässt sich nur erreichen, wenn bereits gespaltenes Holz mindestens zwei Jahre gelagert wird. Dafür empfiehlt das Umweltbundesamt sonnige und luftige Orte, die vor Regen und Schnee, aber auch vor der Feuchte des Erdreichs geschützt sind. Gespaltenes Holz trocknet besser und lässt sich besser verbrennen. Aus Nachhaltigkeitsgründen sollte das Brennholz aus Wäldern der Region kommen, um längere Transportwege zu vermeiden. Gestrichenes oder geklebtes Holz sowie Abfallhölzer sind tabu. dpa

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