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Ausbildung & Beruf

11.02.2019 15:00 Uhr

Maurer verdienen mit Abstand am meisten

Die tariflichen Ausbildungsvergütungen sind im zurückliegenden Jahr kräftig gestiegen
Gute Aussichten für Maurer: Sie erhalten am meisten Geld während der Ausbildung. Foto: Getty Images
Gute Aussichten für Maurer: Sie erhalten am meisten Geld während der Ausbildung. Foto: Getty Images
Im Jahr 2018 sind die tariflichen Ausbildungsvergütungen im bundesweiten Durchschnitt um 3,7 Prozent gestiegen. Damit fiel der Vergütungsanstieg stärker aus als 2017. Bundesweit lagen die tariflichen Ausbildungsvergütungen 2018 bei durchschnittlich 908 Euro brutto im Monat. In Westdeutschland wurde ein durchschnittlicher Betrag von 913 Euro erreicht, in Ostdeutschland waren es 859 Euro. Prozentual wurden die tariflichen Ausbildungsvergütungen 2018 im Osten (3,9 Prozent) etwas stärker erhöht als im Westen (3,6 Prozent).Der Abstand im Tarifniveau blieb aber unverändert: Im Osten wurden wie im Vorjahr 94 Prozent der westdeutschen Vergütungshöhe erreicht. Zu diesen Ergebnissen kommt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in der Auswertung der tariflichen Ausbildungsvergütungen für das Jahr 2018. Ermittelt wurden die durchschnittlichen Vergütungen für 181 Berufe in West- und 153 Berufe in Ostdeutschland.

Zwischen den Ausbildungsberufen bestanden auch 2018 wieder erhebliche Unterschiede in der Vergütungshöhe. Besonders hoch lagen die tariflichen Ausbildungsvergütungen im Handwerksberuf des Maurers mit monatlich 1159 Euro im gesamtdeutschen Durchschnitt (Westdeutschland: 1175 Euro, Ostdeutschland: 975 Euro). Hohe tarifliche Vergütungen wurden beispielsweise auch in den Berufen Mechatroniker (1088 Euro), Industriekaufleute (1047 Euro) und Kaufleute für Versicherungen und Finanzen (1035 Euro) gezahlt.

Relativ niedrig waren die tariflichen Vergütungsdurchschnitte 2018 zum Beispiel in den Berufen Maler und Lackierer (718 Euro), Bäcker (678 Euro), Florist (617 Euro), Friseur (584 Euro) sowie Kaminkehrer (518 Euro). Die BIBB-Auswertung ergab zudem, dass in einer Reihe von Ausbildungsberufen, in denen in den letzten Jahren besonders viele Ausbildungsplätze unbesetzt blieben, die Vergütungen 2018 relativ stark angehoben wurden. So lag der Anstieg zum Beispiel beim Bäcker bei 6,4 Prozent und beim Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk bei sechs Prozent. Noch stärker fiel in Ostdeutschland der Zuwachs in den Berufen Koch und und Restaurantfachleute aus: Hier stiegen die Ausbildungsvergütungen im vergangenen Jahr um 10,6 Prozent.

Zwischen den Ausbildungsbereichen gab es 2018 ebenfalls deutliche Unterschiede: Überdurchschnittlich hohe Ausbildungsvergütungen wurden im Öffentlichen Dienst (999 Euro) sowie in Industrie und Handel (975 Euro) erreicht. DK

Nachfrage nach individuellem Coaching

Um sich weiterzubilden, finden viele Berufstätige es sinnvoll, Fragen im persönlichen Austausch mit einem Coach zu klären. In einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Haufe Akademie äußerten sich rund 80 Prozent der Befragten entsprechend. Allerdings ermöglichen der Umfrage zufolge nur 21 Prozent der Arbeitgeber solch eine Weiterbildungsmaßnahme.

Diskrepanzen gibt es auch bei längeren Qualifizierungsprogrammen (Interesse bei 77 Prozent der Befragten, Angebot bei 34 Prozent). Dafür stimmen bei ein- bis zweitägigen Weiterbildungsseminaren oder Tagungen Angebot und Nachfrage eher überein: Die von den Arbeitgebern am häufigsten angebotene Form (74 Prozent) ist auch bei Mitarbeitern am meisten geschätzt, 89 Prozent der Befragten finden sie sinnvoll. dpa

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