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Ausbildung & Beruf

11.02.2019 15:00 Uhr

IT ist Wachstumstreiber

Bitkom-Branche schafft 40 000 zusätzliche Jobs – in Zukunft wird noch mehr Digitalkompetenz gebraucht
Fachkräfte für Informations- und Kommunikationstechnik haben beste Zukunftschancen. Schon jetzt fehlen deutschlandweit etwa 82 000 Experten. Foto: Woitas/dpa
Fachkräfte für Informations- und Kommunikationstechnik haben beste Zukunftschancen. Schon jetzt fehlen deutschlandweit etwa 82 000 Experten. Foto: Woitas/dpa
Die Digitalisierung stellt in Deutschland alle Zeichen auf Wachstum. In der Bitkom-Branche werden Umsätze und Beschäftigung auch im Jahr 2019 weiter zulegen. Der Markt für IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik soll in diesem Jahr um 1,5 Prozent auf 168,5 Milliarden Euro ansteigen. Zum Jahresende werden in der Branche voraussichtlich 1,2 Millionen Menschen beschäftigt sein. Das entspricht einem Plus von 40 000 Jobs und einem Anstieg um 3,5 Prozent im Vergleich zu 2018. Das teilt der Digitalverband Bitkom auf Grundlage aktueller Analysen mit.

„Die Digitalisierung treibt den Markt und ist ein Garant für mehr Arbeitsplätze“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Die Geschäfte von Software-Häusern und IT-Dienstleistern laufen besonders gut. In diesen Bereichen entstehen mit Abstand die meisten Jobs.“

Im vergangenen Jahr übertraf der Markt für Informations- und Kommunikationstechnik (ITK) die Wachstumsprognose. Die Umsätze stiegen 2018 um 2 Prozent auf 166 Milliarden Euro. Zu Jahresanfang war Bitkom noch von einem Wachstum von 1,7 Prozent ausgegangen.

• Informationstechnik ist Indikator für Digitalisierung der Wirtschaft: Die Informationstechnik ist weiter der wichtigste Wachstumstreiber und baut ihre besondere Bedeutung als größter Teilmarkt der Branche aus. Die Umsätze steigen laut Bitkom-Prognose dieses Jahr um 2,5 Prozent auf 92,2 Milliarden Euro. Am stärksten wächst insgesamt gesehen das Software-Segment, das ein Plus von 6,3 Prozent auf 26 Milliarden Euro verzeichnet. Der Markt für IT-Dienstleistungen, die etwa das Projektgeschäft und IT-Beratung einschließen, wächst ebenfalls überdurchschnittlich um 2,3 Prozent auf 40,8 Milliarden Euro.

„Die Digitalisierung ist in allen Branchen kein Nice-to-have, sondern ein absolutes Must-do. Entsprechend groß ist demnach auch die Nachfrage nach IT-Beratern und Software-Anwendungen, um Produkte, Wertschöpfungsnetze und Unternehmenskultur weiter zu entwickeln und auf das digitale Zeitalter auszurichten“, sagt in diesem Zusammenhang Achim Berg.

• Job-Motor Digitalisierung: Im Jahr 2018 hat die ITK-Branche nach aktuellen Bitkom-Berechnungen 36 000 zusätzliche Stellen geschaffen. „Die Digitalisierung ist ein zugkräftiger Job-Motor. In der Bitkom-Branche sind in den vergangenen fünf Jahren mehr als 150 000 Jobs entstanden“, sagt dazu Achim Berg. „Die Job-Bilanz könnte noch besser aussehen, gäbe es ausreichend Fachkräfte. In Zukunft wird sich dieses Problem weiter zuspitzen.“

Nach einer aktuellen Bitkom-Studie waren Ende vergangenen Jahres 82 000 Stellen für IT-Experten unbesetzt. 2017 waren es erst 55 000 – das bedeutet einen Anstieg um 49 Prozent innerhalb eines Jahres. Berg: „Wir brauchen eine Offensive für mehr Digitalkompetenz. Um die digitale Herausforderung zu bestehen, brauchen wir viel mehr Digitalexperten. Dazu müssen wir unsere Schulen endlich ins digitale Zeitalter führen, junge Menschen für die Berufe der Zukunft begeistern, Anreize für digitale Weiterbildung setzen und die Zuwanderung ausländischer IT-Spezialisten erleichtern.“ 

Bitkom setzt sich dafür ein, die Vermittlung digitaler Fertigkeiten und von Medienkompetenz in Schule, Aus- und Weiterbildung stärker zu verankern. Deutschlands Schulen sollten flächendeckend zu Smart Schools mit digitaler Infrastruktur, digitalen Curricula und mehr digitalkompetenten Lehrern umgebaut werden. Informatik sollte ab der fünften Klasse zum Pflichtfach werden, Englisch als Lingua franca (Verkehrssprache) der Digitalwirtschaft ab der ersten Klasse Standard sein. Berg: „Mehr und bessere digitale Bildung ist und bleibt der Schlüssel zum digitalen Erfolg.“ DK

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