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Erweiterung des naturwissenschaftlichen Trakts - Gymnasium Schrobenhausen

22.09.2018 08:00 Uhr

Helle Räume und modernes Equipment für mehr Spaß am Lernen

Neubau für naturwissenschaftliche Lehre für 6,8 Millionen Euro schafft beste Voraussetzungen für Schrobenhausener Gymnasiasten
Die hellen, freundlichen Räume des naturwissenschaftlichen Traktes sind ein Gewinn – da sind sich Studienrat Michael Schindler und die Schüler der Klasse 10a einig (rechts). Studienrätin Lisa Bollwein sortiert Präparate der Biologiesammlung ein (links). Fotos: Hammerl
Die hellen, freundlichen Räume des naturwissenschaftlichen Traktes sind ein Gewinn – da sind sich Studienrat Michael Schindler und die Schüler der Klasse 10a einig (rechts). Studienrätin Lisa Bollwein sortiert Präparate der Biologiesammlung ein (links). Fotos: Hammerl
Schrobenhausen (ahl) „Hier macht es viel mehr Spaß aufzupassen“, findet Sophie. Gemeint ist der neue Physikunterrichtsraum am Gymnasium Schrobenhausen. Der neugebaute naturwissenschaftliche Trakt wird gerade von Schülern und Lehrern in Beschlag genommen, die Sammlungen müssen noch eingeräumt werden. Am Montag, 24. September, wird der Erweiterungsbau dann offiziell eingeweiht. „Die Experimente werden jetzt bestimmt viel besser, weil wir mehr Equipment haben“, meint Amy, die sich auch für die neuen Tische begeistert, während Viktoria pragmatisch feststellt, die Räume seien wunderbar hell. Was übrigens auch Studienrat Michael Schindler begeistert, denn in den alten sei das Arbeiten im Winter manchmal schon ein wenig deprimierend gewesen. Dass die naturwissenschaftlichen Räume des Schrobenhausener Gymnasiums, die teilweise noch aus dem Jahr 1961 stammten,dringend sanierungsbedürftig waren, hatten auch einige Schrobenhausener Honoratioren bei Ehemaligentreffen festgestellt. „Hier sieht es ja noch so aus wie zu meiner Zeit“, habe Bürgermeister Karlheinz Stephan beim Blick in den alten Chemiesaal gesagt, erzählt Studiendirektor Hilmar Schmidt.

Nun aber brechen andere Zeiten an. Der neue, dreistöckige Anbau beherbergt im Erdgeschoss die Physikräume, im ersten Obergeschoss die Kabinette für Biologie und im zweiten die für Chemie – jeweils mit Übungs- und Vorbereitungs- sowie Sanitärräumen. Zusätzlich gibt es sowohl im Erdgeschoss und zweiten Obergeschoss Natur-und Technik-Übungsräume für die Jahrgangsstufen 5 bis 7. Alle Räume sind mit einer Kombination aus traditioneller Tafel und flexibler Projektionsfläche für Dokumentenkamera und Beamer ausgestattet.

Gleichzeitig wurde mit dem Erweiterungsbau Platz für zusätzliche Musikräume geschaffen. Denn die früheren naturwissenschaftlichen Räume sollen im zweiten Bauabschnitt teilweise der Aula zugeschlagen oder in Zukunft als Musik- oder Instrumentalräume genutzt werden. „Der musische Zweig hat idealerweise seine Räume in der Nähe der Aula“, erklärt Schmidt, der für die zahlreichen Konzerte und Theateraufführungen auf eine feste Bühne in der dann vergrößerten Aula hofft.

Gekostet hat der naturwissenschaftliche Erweiterungsbau mit einer Nutzfläche von circa 1850 Quadratmetern insgesamt rund 6,8 Millionen Euro, wofür es eine staatliche Förderung von 2,61 Millionen Euro – also rund 40 Prozent – gibt.

Architektonisches Kleinod und Symbol für Geborgenheit

Historischer und moderner Teil des Gymnasiums fließen harmonisch zusammen – Gebäude ist komplett barrierefrei
Modern, funktional und dennoch optisch bestens angepasst an den Altbau: So präsentiert sich der neue naturwissenschaftliche Trakt des Gymnasiums Schrobenhausen (links). Das Vogelnest im Eingangsbereich (rechts) steht sowohl für Transparenz als auch für Geborgenheit – rechts im Bild der alte Eingang zum Altbau, der sich harmonisch einfügt. Fotos: Hammerl
Modern, funktional und dennoch optisch bestens angepasst an den Altbau: So präsentiert sich der neue naturwissenschaftliche Trakt des Gymnasiums Schrobenhausen (links). Das Vogelnest im Eingangsbereich (rechts) steht sowohl für Transparenz als auch für Geborgenheit – rechts im Bild der alte Eingang zum Altbau, der sich harmonisch einfügt. Fotos: Hammerl
Schrobenhausen (ahl) Wer das Schrobenhausener Gymnasium über den neuen Eingang betritt, blickt fasziniert auf das riesige Vogelnest, das zwei die Treppenhäuser verbindende Plattformen wie ein Kokon umhüllt. Drinnen ist es quicklebendig, die Schüler nehmen das ungewöhnliche Treppenhauskonstrukt offenbar gerne an. Auf den zweiten Blick beginnt sich die Philosophie des behutsam aus Alt und Neu gestalteten Eingangsbereichs zu erschließen. „Ich kenne kein öffentliches Gebäude, das so einen tollen Eingang hat“, schwärmt Studiendirektor Hilmar Schmidt. Tatsächlich ist es gelungen,den fast schon historisch zu nennenden Eingang des Altbaus aus dem Jahre 1961 zu erhalten und harmonisch in die neue, luftige Eingangshalle einzubinden. „Das ist ein Baudenkmal“, hatte Kunstlehrer Christoph Scholter einmal zu Schmidt gesagt. Ein Satz, den der stellvertretende Schulleiter mit ins Planungsgremium nahm, in dem neben ihm der Architekt, Fachleute des Landratsamtes, die jeweiligen Gewerke und der Hausmeister vertreten waren. Gemeinsam gelang es, das Ziel zu erreichen, Historisches zu erhalten und mit dem neuen Eingang, der eine andere Zeit und andere Welt verkörpert, harmonisch zusammenwachsen zu lassen. Die Steinfassade des alten Eingangs fügt sich in die schlichte, weiße, mit geometrischen Linien verputzte Wand der Eingangshalle ein, als sei das Gebäude in einem Guss geplant worden. „Wir haben ein organisch gewachsenes Schulgebäude“, sagt Schmidt zufrieden. Was er durchaus auch auf frühere Anbauten bezieht. 1975 gab es erstmals einen Anbau für die Physik, gut 20 Jahre später wurde die Turnhalle durch einen Erweiterungstrakt ersetzt, wo neben Klassenräumen ein neuer Biologieraum entstand. 2004 kam die Cafetería hinzu, um die Klassen mit Nachmittagsunterricht mittags adäquat versorgen zu können. Sechs neue Klassenzimmer wurden 2008 für die wachsende Schülerzahl geschaffen. Bei jedem Anbau wurde die Chance genutzt, sich den Anforderungen der neuen Zeit anzupassen. Dank eines Aufzugs, der auch die Zwischenebenen bedient, ist das Gebäude komplett barrierefrei, wie Schmidt betont. Natürlich ist auch der naturwissenschaftliche Trakt wohldurchdacht.Das in oranger Farbe gehaltene Erdgeschoss gehört der Physik. Hier sind die Räume so angeordnet, dass alle Lehrsäle und Übungsräume direkt von der Physiksammlung aus betreten werden können. Diese größte Sammlung der Schule – die Physik verfügt über die meisten Geräte – ist zudem zweigeteilt. Im kleineren, zuerst zugänglichen Teil sind Materialien und Geräte für Schülerübungen untergebracht, sodass die Schüler nicht erst durch die ganze Sammlung laufen müssen, um ihre Materialien zusammenzusuchen. In der zweiten Etage befinden sich die Biologieräume – erkennbar an der grünen Farbe, ganz oben ist die Chemie daheim, der Blau zugeordnet ist.

Der Zeitrahmen für den Bau wurde eingehalten, wie Denis Jacob vom zuständigen Ingenieurbüro zufrieden feststellt. „Unser Ziel war es, zu Schuljahresanfang in Betrieb zu gehen – das ist uns gelungen“, sagt er. Positiv ausgewirkt habe sich die Strategie,möglichst ortsansässige oder aus der Region stammende Firmen einzubinden.

Offiziell ein geweiht wird der naturwissenschaftliche Trakt des Gymnasiums am Montag, 24. September, um 14 Uhr durch Schulleiter Markus Köhler, dem Landrat Roland Weigert und der Architekt symbolisch den Schlüssel übergeben werden. Nach der Segnung ist ein Imbiss vorgesehen.

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