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Einweihung Gemeindezentrum mit Bürgerfest

06.09.2019 10:00 Uhr

Gemeinschaftsprojekt mit Weitblick

Mit Mut, Beharrlichkeit und unter günstigen Voraussetzungen ist ein neuer zentraler Punkt für die Gemeinde entstanden
Perfekt präsentiert sich das Neue Gemeindezentrum. Sogar die Außenanlagen sind noch nahezu fertig geworden. Fotos: Feldmann
Perfekt präsentiert sich das Neue Gemeindezentrum. Sogar die Außenanlagen sind noch nahezu fertig geworden. Fotos: Feldmann
Mindelstetten (fj) Der Weg von den Amtsstuben der drei ehemaligen Bürgermeister Franz Knöferl in Mindelstetten, Martin Schlagbauer in Tettenagger und Johann Euringer in Hiendorf daheim in ihren Wohnzimmern bis zum neuen Rathaus liegt, wenn man in Generationen denkt, gar nicht so weit zurück. Freilich gab es durch den Zusammenschluss der drei Gemeinden im Jahre 1972 und 1978 nur noch eine Anlaufstelle, die Gemeindekanzlei in der Mindelstettener Grundschule.Diese Lösung war jedoch nicht von langer Dauer.

Mit dem festen Wunsch, die Schule im Dorf zu behalten, stiegen auch die dafür notwendigen Anforderungen. Eine Turnhalle war notwendig, die unter Bürgermeister Emmeram Batz ursprünglich im Schulhof neben dem Kirchplatz errichtet werden sollte. Die Bagger waren bereits angerückt und hatten die Baugrube ausgehoben als sich Bürgermeister und Gemeinderat entschlossen, eine große Lösung anzustreben und die Schule auszusiedeln. Zusammen mit dem Schulsportplatz und der Turnhalle wurde sie an den nördlichen Ortsrand verlegt.

Durch diesen Wegzug konnte auch die Kirchenverwaltung ihren Wunsch, die Pfarrkirche zu erweitern, verwirklichen.Mit dem dafür notwendigen Abbruch des alten Schulhauses verlor auch der Kindergarten seine Heimat, der zu dieser Zeit dort angesiedelt war. Unter großen finanziellen Anstrengungen wurde auch dieser in unmittelbarer Nähe zur Grundschule neu errichtet.
  
Die Grundsteinlegung war der Auftakt zu einem gelungenen Werk.
Die Grundsteinlegung war der Auftakt zu einem gelungenen Werk.
Auch Bürgermeister und Gemeindeverwaltung hatten dadurch keine feste Bleibe mehr. Notdürftig wurden sie in zweckentfremdeten Räumen der neuen Schule einquartiert. Es dauerte jedoch nicht lange, bis diese Räume für den Schulbetrieb benötigt wurden und der Auszug notwendig war. Eine neue Unterkunft für Bürgermeister und Gemeindekanzlei konnte in den Räumen der Kreissparkasse an der Alleestraße gefunden werden. Aber auch hier wurde es immer enger, nachdem das Bürgermeisterzimmer geräumt werden musste, weil die Vermieterin Eigenbedarf für diesen Raum angemeldet hatte. Dazu kam, dass man zu dieser Zeit auch den Bau der Kanalisation aller Ortsteile stemmen musste. Die dafür notwendigen finanziellen Mittel aufzubringen, war für die damals noch überwiegend bäuerlich geprägte Gemeinde nicht einfach, sodass der Gemeindehaushalt von der Aufsichtsbehörde mehrmals nur mit entsprechenden Bemerkungen genehmigt wurde. Neben diesen großen Maßnahmen galt es aber auch den laufenden Betrieb der Gemeinde aufrecht zu erhalten und die Wege und Straßen nicht verkommen zu lassen. Dass unter diesen Umständen und bei der finanziellen Enge an den Bau einer Gemeindeverwaltung oder eines Rathauses nicht zu denken war, erklärt sich von selbst. Hartes Sparen war angesagt.

Zum Glück haben sich zwischenzeitlich die Verhältnisse geändert.Die Schulden sind abgetragen. Aus den Bauerndörfern in der Gemeinde sind Wohnorte mit gut verdienenden Bürgerinnen und Bürgern geworden, deren Steuern anteilig auch der Gemeinde zugute kommen. Auch den in der Gemeinde ansässigen Gewerbebetrieben geht es gut. Sie tragen ohne Ausnahme dazu bei, das Gemeindesäckel zu füllen.

Unter diesen Vorzeichen, die in der Geschichte einer Kommune nicht oft vorkommen, erlebt die Gemeinde eine seit Generationen nicht gekannte Blütezeit mit großen Veränderung und einem enormen Aufschwung. Großzügig werden in fast allen Ortsteilen Baugrundstücke ausgewiesen, es entstehen neue Siedlungen und die Bevölkerung wächst.

Diese günstigen Umstände und das derzeit locker sitzende Geld des Staates motivierten auch Bürgermeister und Gemeinderat, die Situation zu nutzen und lange gehegte Wünsche zu realisieren. Ganz oben auf der Wunschliste stand dabei, den Bau eines Gemeindezentrums in Angriff zu nehmen, und damit eine feste Bleibe für Bürgermeister, Gemeinderat und Gemeindeverwaltung zu schaffen. Ein glücklicher Umstand wollte es, dass im Anschluss an den Marktplatz ein ideales Grundstück für den Bau erworben werden konnte. Dass dabei auch an die wichtigsten Einrichtungen für die Nahversorgung der Bürgerinnen und Bürger wie Arztpraxis, Bäckerei,Metzgerei, Bücherei und an einen Bürgersaal gedacht wurde, zeugt von Weitblick. Es wird das an der Hauptstraße gelegene Gemeindezentrum nach seiner Fertigstellung zum zentralen Punkt in der Gemeinde machen.
  
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