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Einweihung nach Wiederaufbau der Kirche St. Martin in Steinsdorf

19.01.2018 08:00 Uhr

Gelungenes Gemeinschaftswerk

Fast zwei Jahre hat der Wiederaufbau des Steinsdorfer Gotteshauses nach einem verheerenden Brand gedauert
Nach dem Brand und den Aufräumarbeiten wurde die Steinsdorfer Kirche Stück für Stück wieder aufgebaut. Fotos: Ammer, THW Eichstätt
Nach dem Brand und den Aufräumarbeiten wurde die Steinsdorfer Kirche Stück für Stück wieder aufgebaut. Fotos: Ammer, THW Eichstätt
Steinsdorf (ais) Am kommenden Sonntag feiert der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer einen Dankgottesdienst in der Steinsdorfer Kirche. Nach einem Festzug der Vereine zum Gotteshaus beginnt um 10 Uhr die Messe in St. Martin. Damit löst der Bischof ein Versprechen ein, das er vor beinahe zwei Jahren, am 15. März 2017, in Steinsdorf gegeben hatte. Damals bot sich bei seinem Besuch ein anderes Bild in dem Altmannsteiner Ortsteil: Die schmucke Kirche, der Stolz des ganzen Dorfes, lag in Trümmern.

Ein verheerender Brand hatte die Kirche am 3. März 2017 schwer beschädigt. In den Tagen danach war die Betroffenheit groß, der Bischof spendete seinen Segen – und gab mit dem Versprechen, nach dem Wiederaufbau zu einem Dankgottesdienst nach Steinsdorf zu kommen, eine Perspektive. Heute erstrahlt St. Martin in frischem Glanz – bis es so weit war, war allerdings viel Arbeit nötig. „Gerade die Zeit zwischen den beiden Bischofsbesuchen zeigt doch, was alles möglich ist, wenn Christen in der Pfarrei zusammenhalten, wenn man professionelle Hilfe bekommt, wenn man ein glückliches Händchen hat in der Auswahl der Firmen und wenn Ehrenamtliche über sich hinauswachsen“, schreibt Altmannsteins Pfarrer Wolfgang Stowasser im aktuellen Pfarrbrief, in dem er das Pontifikalamt am Sonntag ankündigt.

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Zunächst musste im März vor knapp zwei Jahren aufgeräumt werden, schließlich stand das Löschwasser in der Kirchenruine nach dem Brand knöcheltief. Teile der Decke waren durchgebrochen, große und kleine Brocken übersäten den Boden innen wie außen. Ein Notdach musste möglichst zügig her, damit der Regen nicht noch größere Schäden im Inneren von St. Martin verursachen konnte. Gerade das Deckengemälde, das die Bürger im Gebet zu Christus zeigt, hing schon jetzt mit dem schweren Löschwasser darauf, gefährlich durch.

Auf das Notdach folgte schließlich ein richtiges Dach, in das die Tragbalken des Notdachs integriert wurden. Die Konstruktion kostete die Handwerker einiges an Arbeit. Außen an der Kirche wurden außerdem Farbfelder angebracht, um die möglichen neuen Anstriche für St. Martin sehen zu können. Innen musste der Solnhofener Fast zwei Jahre hat der Wiederaufbau des Steinsdorfer Gotteshauses nach einem verheerenden Brand gedauert Marmor komplett herausgebrochen werden. Solche Mengen an Löschwasser waren in den Estrich gelaufen, dass auch die Innentrocknung der Kirche nicht mehr half. Der Vorteil: Die Heizungsanlage wurde in diesem Rahmen gleich mit erneuert und findet sich nun nicht mehr im Boden, sondern unter den Sitzbänken. Diese entstanden in mehreren örtlichen Schreinereien, denn auch die alten Bänke waren nach dem Brand nicht mehr zu retten. Ebenso wenig, wie die Beichtstühle und der Ambo. Auch der Altar musste generalüberholt werden.

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Stuckateure formten die fehlenden Zierleisten an der Decke nach. Herabgebrochene Teile des Stucks nahmen sie dabei als Vorlage für die fehlenden Zierleisten. Gleichzeitig war der Restaurator des Deckengemäldes am Werk, der zunächst die Verbindung zwischen Bild und Decke wieder herstellte, denn an einigen Stellen hing dieses immer noch gefährlich durch. Heute ist von den vielen Rissen und klaffenden Löchern in dem riesigen Gemälde nichts mehr zu sehen. Wiederhergestellt sind auch die beiden riesigen Buntglasfenster hinter dem Altar und auf der gegenüberliegenden Kirchenseite. Sie waren beim Brand aus ihren Rahmen gefallen und lagen zerbrochen vor dem Gotteshaus. Inzwischen tauchen sie das ganze Kirchenschiff wieder in buntes Licht, sobald draußen die Sonne auf St. Martin scheint.

Mit ihnen ist es wie mit dem Rest des Steinsdorfer Gotteshauses: Wer nicht weiß, dass es hier vor nicht einmal zwei Jahren so verheerend gebrannt hat, der würde nichts davon ahnen. Im Gegenteil: Die Kirche erstrahlt in ganz neuem Glanz mit ihrem frischen Anstrich und den riesigen Deckenfenstern, die dank neuer Konstruktion noch einmal mehr Licht ins Innere des Gotteshauses lassen als zuvor. Auch die Orgel hat dazugewonnen: Da sie beinahe komplett erneuert werden musste, wurden gleich mehrere neue Register eingebaut. Wie alles andere ist sie nun auf modernstem Stand.
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