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Bayerisches Ambiente und gemütliches Flair: Gasthaus Stöttnerbräu in Vohburger Altstadt|In der Rekordzeit von nur neun Monaten wurde das gesamte Gebäude entkernt und von Grund auf saniert

Bayerisches Ambiente und gemütliches Flair: Gasthaus Stöttnerbräu in Vohburger Altstadt

Wo die Heimat des Stöttnerbräus ist, da ist auch der Hopfen daheim.. Fotos: Lamprecht

Wo die Heimat des Stöttnerbräus ist, da ist auch der Hopfen daheim.. Fotos: Lamprecht

15.07.2021

Viel war im Vorfeld gerungen und diskutiert worden, Verkäufe, Investoren, Projekte standen im Raum. „Gefallen hat mir das alles nicht wirklich“, erzähltDaum heute. Turber fügt an, „als sich uns dann die Chance geboten hat, das Areal gemeinsam zu kaufen haben wir nicht lange überlegen müssen.“Beide Familien waren und sind Stammgäste im Stöttnerbräu. Beide schätzen das bayerische Ambiente, die gute, traditionelle Küche, das gemütlich Flair in Gastraum und Biergarten. Und beide waren sich einig, das muss erhalten bleiben.Bis das möglich war, war es freilich ein großes Stück Arbeit, denn Haus und Hof, Gastronomie und Gästezimmer waren sanierungsbedürftig, der Außenbereich nicht mehr zeitgemäß und auch was die technische Ausstattung anging war vieles zu tun.

Vohburg – Vohburg ohne bayerische Wirtschaft? Unmöglich fanden Silvia Turber und Stefan Daum als sie Mitte 2019 kurz entschlossen das Gasthaus Stöttnerbräu im Herzen der Vohburger Altstadt kaufen.

„Wir haben berufsbedingt natürlich viele Kontaktezulokalen und regionalen Firmen aus allen Bereichen der Baubranche“, sagt Daum, der am Ort ein Gerüst- und Hochbau-Unternehmen betreibt. „Entsprechend hatten wir auch schnell Firmen an der Hand, an die wir Aufträge bedenkenlos und teilweise sogar ohne vorheriges Angebot vergeben haben. Geklappt hat am Ende alles super und dafür möchte ich mich auch nochmal bei allen Beteiligten bedanken.“

Gemeint seien, fügt Turber an, damit auch ganz explizit das Landratsamt und der Denkmalschutz, „mit denen wir sehr eng und sehr gut zusammengearbeitet haben und die uns wirklich ganz hervorragen beraten und uns keinerlei Steine in den Weg gelegt haben.“

In der Rekordzeit von nur neun Monaten wurde das gesamte Gebäude entkernt und von Grund auf saniert. „Decken, Böden, Leitungen, Wände – eigentlich ist hier nichts mehr so wie es vorher war“, sagt Daum lachend und gibt die ein oder andere Anekdote aus der Bauphase zum besten: „Im Grunde waren wir alle kurz vor der kleinen Eröffnung im Oktober noch in Arbeitskleidung am Werkeln. Dann ging es nach Hause, Dusche, Umziehen und wieder her zum Aufsperren und Feiern“, bringt er die Sache auf den Punkt. 

Mit dem Ergebnis ist er ebenso wie Silvia Turber und die Pächter Familie Michaelsen mehr als zufrieden: „Eine richtig gute Sache“, nennen sie alle den neuen Gasthof Stöttner der nun, zumindest von außen, fast noch ein bisschen originaler daherkommt als vor der Sanierung: „Wir haben uns bei der Farbebung der Fassade an einem, alten Bild orientiert, das früher mal hier im Gastraum hing“, erzählt Daum und verweist auf die lange Geschichte des Stöttnerbräus und darauf, dass das Anwesen eben nicht nur aus dem Gasthaus und dem Biergarten besteht sondern sich im hinteren Bereich beeindruckende Gewölbe befinden die in Zukunft auch wieder genutzt werden könnten.

Bayerisches Ambiente und gemütliches Flair: Gasthaus Stöttnerbräu in Vohburger Altstadt-2
Der Biergarten gehört zum Gasthaus, ebenso wie das Gewölbe im hinteren Bereich des Gebäudes..

„Früher hatte der Schützenverein hier seine Heimat“, erzählt Turber und zeigt nicht ganz ohne Stolz das Kreuzgewölbe des einstigen Schützenstandes. „Das wollen wir natürlich nicht ungenutzt lassen“, sagt sie schmunzelnd. Zu viel wollen Eigentümer und Pächter hier allerdings noch nicht verraten: „Das ist Zukunftsmusik und heißt noch einmal sehr viel Arbeit.“

Für den Moment steht ohnehin erst einmal das im Mittelpunkt, was bereits geschafft ist: Ein großzügiger Gastraum mit bis zu 90 Plätzen, die Gastzimmer und Suiten in den Obergeschossen und natürlich der Biergarten ohne den ein bayerisches Gasthaus nicht komplett wäre.

Zwei 30 Jahre alte Kastanienbäume haben Turber und Daum hier pflanzen lassen: „Die brauchen schon eine Größe, sonst erleben wir es ja nicht mehr, dass sie Schatten spenden“, sagt Daum lachend.

Dazu gibt es einen Brunnen als Herzstück und – eine echte Besonderheit – einen kleinen Hopfengarten: „Die Hopfenbauernfamilie Euringer aus Dünzing beliefert Augustiner, welches hier auch ausgeschenkt wird“, erzählt Daum und fügt hinzu, „die haben sich richtig gefreut, als wir sie gebeten haben uns hier einen kleinen Hopfengarten zu pflanzen.“

Beeindruckend sind die noch jungen Pflanzen, die sich jetzt an Drähten Richtung Dach hinauf- winden, allemal. Fast noch ein bisschen beeindruckender ist allerdings der erste Gast, der sein Domizil nach dem Umbau im Stöttner bezogen hat. Und der ist, so hofft man in Vohburg jedenfalls, nicht nur ein Urlaubsgast: Im Frühjahr hat sich nach rund 50 Jahren zum ersten Mal wieder ein Storchenpaar in Vohburg niedergelassen. Für Turber und Daum Grund genug, ein Nest auf einem der Kamine des beeindruckenden zweigeschossigen Dachstuhls zu installieren und die Störche damit zum bleiben zu animieren.

„Wir haben uns bei der Farbgebung der Fassade an einem alten Bild orientiert.“

Stefan Daum Mitinhaber

Ein Ansinnen, das offensichtlich geglückt ist: Die Störche haben das Nest angenommen und werden nun, so wissen Storchenkenner, Jahr für Jahr zurückkehren um zu brüten und hoffentlich erfolgreich Junge groß zu ziehen. „Eine richtig schöne Sache, die den Umbau und die Wiedereröffnung hoffentlich unter einen guten Stern stellt“, ist man sich beim Stöttnerbräu einig. las