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Herbstgespräche

08.11.2018 12:00 Uhr

Energiecheck fürs Land

„LandSchafftEnergie“-Berater prüfen Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien in landwirtschaftlichen Betrieben
Die Synergien aus Tierhaltung, Pflanzenproduktion und Energiegewinnung werden in der Landwirtschaft schon seit Jahren genutzt. Neue Technologien machen sie noch wirksamer. Foto: Getty Images
Die Synergien aus Tierhaltung, Pflanzenproduktion und Energiegewinnung werden in der Landwirtschaft schon seit Jahren genutzt. Neue Technologien machen sie noch wirksamer. Foto: Getty Images
Energie ist als Kostenfaktor in der Betriebsführung nicht zu unterschätzen. Steigende Energiepreise und der zunehmende Energiebedarf in der Produktion stellen eine erhebliche monetäre Belastung für landwirtschaftliche Betriebe dar. Zudem werden an vielen Stellen versteckte Kosten verursacht.

Energieeffizienz heißt: Mit möglichst geringem Energieeinsatz sehr gute Leistungen erzielen und damit bares Geld für den Betrieb sparen. Zusätzlich trägt ein rationeller Energieeinsatz mit Nutzung der effizientesten Techniken zur Sicherung der weltweiten Rohstoffressourcen und zur Minderung der Kohlendioxid- und Treibhausgasemissionen bei.

Neben baulichen Maßnahmen im Gebäudebestand sind auch Optimierungen in der Anlagentechnik und das allgemeine betrieblicheManagement die Bereiche, in denen große Einsparmöglichkeiten vorhanden sind. Um Energieeinsparpotenziale auf einem landwirtschaftlichen Betrieb abzuleiten, muss zunächst der Ist-Zustand anhand von allgemeinen Angaben zum Betrieb (Typ, Größe, Standort, Tierbestände, Flächen etc.) bewertet werden. Eine sinnvolle Vorgehensweise ist also auch immer abhängig von individuellen Gegebenheiten und Voraussetzungen.

In Zukunft wird die Einbindung regenerativ erzeugten Stroms durch ein angepasstes betriebliches Lastmanagement an Bedeutung gewinnen. So wird es immer interessanter, den mit einer Photovoltaik-Anlage selbst produzierten Strom mit Batterien für den Eigenbedarf zu speichern. Im Idealfall deckt der selbst erzeugte beziehungsweise gespeicherte Strom stets den eigenen Bedarf. Diese und weitere Ansätze sind Thema bei der Veranstaltung „Energieeinsparung, Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien in landwirtschaftlichen Betrieben“. Darüber hinaus wird ein Energiecheck für die Landwirtschaft vorgestellt. Dieser ist eine kostenlose Beratung durch einen „Land-SchafftEnergie“-Berater vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und beinhaltet auch einen Besuch vor Ort im Betrieb.

Mit dem Thema „Energieeinsparung, Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien in landwirtschaftlichen Betrieben“ beschäftigt sich ein Informationsabend, der am 22. November, um 19.30 Uhr im Kreistagssaal des Landratsamtes Roth beginnt. Referent ist der „LandSchafftEnergie“-Berater Hermann Willfarth vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Uffenheim. Die Veranstaltung ist für alle Interessierten kostenlos. Voranmeldungen sind bis 20. November unter der Telefonnummer (091 71) 81 14 93 oder per E-Mail unter klimaschutz@landratsamt-roth.de möglich. oh

Wenn Energiesparmaßnahmen nicht fruchten: Fachleute fragen

Ich spare so gut ich kann, aber mein Energieverbrauch sinkt einfach nicht!Was kann ich tun?Solche und ähnliche Gedanken kennen viele, spätestens wenn die Verbrauchskostenabrechnung eingetroffen ist oder der „Vorratstank“ wieder gefüllt werden muss.

Um herauszufinden, ob und welche energetische Maßnahmen für ein Gebäude oder eine Wohnung sinnvoll und wirtschaftlich sind und welche Einsparungen durch die geplanten energetischen Maßnahmen realisiert werden können, fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) derzeit eine sogenannte „Energieberatung für Wohngebäude“ – früher „Vor-Ort-Beratung“.

Welche Maßnahme macht Sinn? Soll ich erst die Heizung erneuern oder macht es Sinn zunächst die Fenster auszutauschen? Meine Wände sind so kalt – ist es sinnvoll, eine Außen- oder Innendämmung anzubringen? Was kann ich tun, dass es im Sommer nicht mehr so heiß in meinem Schlafzimmer oder in meinem Dachgeschoss wird? Oder treffen die folgenden Aussagen zu? Meine Außenwand muss „atmen“, mit Dämmung an der Wand kommt Schimmel. Da kann ich lange Öl kaufen, diese energetische Maßnahme „rentiert“ sich doch nie. Solche und ähnliche Aussagen und Fragen kennen viele Haus- und Wohnungsbesitzer. Im Rahmen der Energieberatung für Wohngebäude werden solche Fragenstellungen aufgegriffen und beantwortet.

Persönliche Beratung

Anhand von Berechnungen wird spezifisch für das jeweilige Gebäude oder die Wohnung aufgezeigt, mit welchen Maßnahmen welcher Einsparungseffekt erzielt werden kann, und wie wirtschaftlich eine Maßnahme sein kann. Und es kann geklärt werden, ob eine Maßnahme überhaupt Sinn für die Wohnung oder das Gebäude macht.

Es kann auch ein individueller Sanierungsfahrplan für das Objekt erstellt werden, mit welchen Maßnahmen und in welcher Reihenfolge zum Beispiel ein KfW-Effizienzhaus erreicht werden kann und welche möglichen Förderungen beantragt werden können.

Wie hoch ist die Förderung für die Beratung? Das BAFA unterstützt Energieberatungen für Wohngebäudemiteiner- oder zwei Wohneinheiten derzeit mit 800 Euro und bei Mehrfamilienhäusern mit 1100 Euro Zuschuss. Um die Beantragung des Zuschusses muss sich der Beratungsempfänger nicht kümmern. Das übernimmt der für dieses Förderprogramm zugelassene Energieberater.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um die Förderung in Anspruch nehmen zu können? Der Bauantrag beziehungsweise die Bauanzeige für das Gebäude muss vor dem 31. Januar 2002 gestellt worden sein. Das Gebäude wird überwiegend für Wohnzwecke genutzt.

Wer wird gefördert?

Alle Eigentümer(innen) von Wohnungen und Wohngebäuden, Wohnungseigentümergemeinschaften, Mieter/innen und Pächter/innen sowie Nießbrauchberechtigte.

Macht eine Beratung Sinn?

Ob eine geförderte Energieberatung für eine Wohnung oder ein Haus sinnvoll ist, können Interessenten im persönlichen Gespräch mit den Mitarbeitern der ENA-Roth (091 71) 81 40 00 im Landratsamt Roth besprechen. Die ENA-Roth bietet darüber hinaus für die Bürger im Landkreis kostenfreie Initialberatungen im Rahmen der Bürgerberatung an. Nachfragen lohnt sich. oh

Thomas Muschaweck
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