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Herbstgespräche

08.11.2018 12:00 Uhr

Eine Kombination, die sich rentiert

Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und ein Batteriespeicher im Keller helfen dabei, unabhängiger vom Energieversorger zu werden
Die Sonne schickt keine Rechnung:Wer sein Dach zur Solarenergiegewinnung nutzt und den Stromselbst verbraucht, macht sich unabhängiger von Stromlieferanten. Foto: Getty Images
Die Sonne schickt keine Rechnung:Wer sein Dach zur Solarenergiegewinnung nutzt und den Stromselbst verbraucht, macht sich unabhängiger von Stromlieferanten. Foto: Getty Images
Das natürliche Angebot an erneuerbaren Energien ist außerordentlich groß. Allein die theoretisch verfügbare Menge an solarer Energie übersteigt den weltweiten Energiebedarf um ein Mehrfaches. Theoretisch ist es also bereits heute möglich, die weltweite Versorgung mit Energie durch erneuerbare Energieträger zu decken. Jeder Einzelne von uns kann das für sich ein Stück weit tun und das Klima aktiv schützen.

Die Vorteile der Sonne als Energiequelle sind vielfältig. Sie ist für jedermann kostenfrei verfügbar, zuverlässig, krisensicher und auch eine gewisse Unabhängigkeit von Energielieferungen kann erreicht werden.Darüber hinaus ist die vergleichsweise einfache Technik geräusch- und geruchlos wie auch wartungsarm. Ressourcen werden geschont und das Klima geschützt.

Die Stromerzeugung mittels einer Photovoltaik-Anlage ist nichts Neues, sondern mittlerweile eine seit Jahren bewährte Technologie zur Energiegewinnung. Mit Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) Anfang der 2000er-Jahre versuchte man, die Installation der damals noch verhältnismäßig teuren PV-Anlagen für Hauseigentümer wirtschaftlich interessant zu machen. Bei Einspeisevergütungen von anfangs über 50 Cent pro Kilowattstunde war es über Jahre hinweg lukrativ, den erzeugten Stromvollständig in das öffentliche Netz einzuspeisen.

Mittlerweile sind die Anschaffungskosten einer PV-Anlage bei weitem nicht mehr so hoch wie noch vor 10 oder 15 Jahren. Je nach Installationsaufwand und An Die Stromerzeugung mittels einer Photovoltaik-Anlage ist nichts Neues, sondern mittlerweile eine seit Jahren bewährte Technologie zur Energiegewinnung. Mit Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) Anfang der 2000er-Jahre versuchte man, die Installation der damals noch verhältnismäßig teuren PV-Anlagen für Hauseigentümer wirtschaftlich interessant zu machen. Bei Einspeisevergütungen von anfangs über 50 Cent pro Kilowattstunde war es über Jahre hinweg lukrativ, den erzeugten Stromvollständig in das öffentliche Netz einzuspeisen. Mittlerweile sind die Anschaffungskosten einer PV-Anlage bei weitem nicht mehr so hoch wie noch vor 10 oder 15 Jahren. Je nach Installationsaufwand und Anlagentechnik belaufen sich die Kosten auf 1300 bis 1700 Euro je Kilowatt peak installierter Leistung. Wobei gilt: je größer die Anlage, desto günstiger das Kilowatt peak. Allerdings wird die Kilowattstunde eingespeister Strom ins Netz aktuell auch nur noch mit 11,83 Cent vergütet und weitere Absenkungen der EEG-Vergütung sind angekündigt. Geht man nun im Privathausbereich von Strombezugskosten von 26 Cent und mehr pro Kilowattstunde aus, ist es interessanter, einen möglichst hohen Anteil des erzeugten Stroms gleich selbst im Gebäude zu verbrauchen, anstatt ins öffentliche Netz einzuspeisen. Der Eigenverbrauch ist ein interessanter und zukunftsfähiger Ansatz, über den es sich lohnt nachzudenken. Bedenktman, dass die Strom- und Energiepreise – wie beispielsweise Benzin, Diesel, Heizöl oder Gas – oft größeren Preisschwankungen unterliegen und über die Jahre betrachtet steigen, ist die Eigenerzeugung von Energie zukunftsorientiert.

Um einen möglichst hohen Anteil des benötigten Stroms durch die eigene PV-Anlage zu decken, ist die Zwischenspeicherung des Stroms in einem Batteriespeicher hilfreich. So kann durchaus ein Autarkiegrad von 80 Prozent und mehr erreicht werden. Die Batteriespeichertechnik unterliegt – auch getrieben von Forschung und Entwicklung im Bereich der Elektromobilität – einer äußerst dynamischen Marktentwicklung. In den vergangenen Jahren sanken die Anschaffungskosten jährlich um etwa 10 Prozent. Aktuell setzt sich mehr und mehr die Lithium-Ionen-Technologie gegenüber der Speicherung mittels Bleibatterie durch. Eine hohe Energie- und Leistungsdichte sorgt für einen geringen Platzbedarf und eine einfache Montage der Batterie. Bei der Anschaffung sollte darauf geachtet werden, dass eine angemessene Garantie auf die Lebensdauer der Batterie gewährleistet wird. Mindestens 10 Jahre sollten hier als Standard gelten.

Bevor man sich für die Installation entscheidet, gilt es zu bedenken, dass die PV-Anlage für einen Zeitraum von mindestens 20 Jahre errichtet wird. Die Lebensdauer der Dachkonstruktion und Dachziegel sollte also möglichst länger sein.Weiter ist auf die Belastungsfähigkeit der Konstruktion, also die Statik, oder auf Denkmalschutzbelange zu achten. Um den Aufwand mit dem Nutzen einer solchen Investition besser abschätzen zu können, sollte vom Installateur mit dem Angebot auch immer eine individuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung unter Beachtung der Leistung der Anlage und der örtlichen Gegebenheiten wie etwa Lage, Dachausrichtung und Dachneigung geliefert werden.

Weiteres Informationsmaterial rund um die Nutzung von Solarenergie gibt es bei der ENA – unabhängige EnergieBeratungsAgentur – des Landkreises Roth GmbH. 

Mehr und mehr rücken die Elektroautos als emissionsfreie Alternative gegenüber Verbrennungsmotoren in den Fokus der Öffentlichkeit. Wirklich sauber sind Elektroautos aber nur dann, wenn der elektrische Strom weitgehend CO2-neutral aus erneuerbaren Energiequellen stammt. So stellt sich schnell die Frage, ob und wie der selbst erzeugte Strom vom Dach auch für ein Elektroauto genutzt werden kann. Der Informationsabend „Photovoltaik am Dach, Batteriespeicher im Keller, Elektroauto in der Garage – eine sinnvolle Kombination?“ dreht sich um diesen interessanten Ansatz der Eigenversorgung. oh

Klaus Buhl Haustechnik
Roland Stengel

Vortrag

Am 14. November findet im Haus des Gastes in Hilpoltstein ein Informationsabend zum Thema „Photovoltaik am Dach, Batteriespeicher im Keller, Elektroauto in der Garage – eine sinnvolle Kombination?“ statt. Referent ist der unabhängige Fachberater Michael Vogtmann von der deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie Landesverband Franken (DGS). Organisiert wird die Veranstaltung vom Landratsamt Roth – Fachbereich Klimaschutz. Vogtmann erläutert, wie man durch eigen erzeugten Strom persönlich unabhängiger von Energielieferungen werden kann. Zudem geht er darauf ein, was bei diesem– sicherlich interessanten – Ansatz der Autarkie alles beachtet werden muss. Zudem verdeutlicht er an Beispielen die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage und eines Batteriespeichers und stellt die provokante Frage, ob es sinnvoll ist, bei einer Photovoltaikanlage direkt auch an ein Elektroauto zu denken.

Mittwoch, 14. November
Beginn: 19 Uhr
Ende: gegen 21 Uhr.

Haus des Gastes
Vortragssaal (Raum 2.1 – Maria-Dorothea-Saal), Maria-Dorothea-Straße 8, 91161 Hilpoltstein

Klimaschutz Landkreis Roth - Haus des Gastes
Klimaschutz Landkreis Roth - Landratsamt Roth
Franz Trost GmbH & Co. KG
Bruno Litschel
ENA– Unabhängige EnergieBeratungsAgentur Landkreis Roth GmbH
Biomassehof Dieter Rohm
Eibner Haustechnik
Pfaller Heizung
Stadt Greding
Eichl-Kamin GmbH
Jürgen Schöll
Die Stadt Hilpoltstein
Fliesenstadt Just
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