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Der ländliche Raum soll attraktiver gestaltet werden

Gemeinde investiert in die Zukunft

erstellt am 09.10.2020 um 00:05 Uhr
Familie und Heimat - Noch vor einigen Jahren war die herrschende Meinung, dass die Bevölkerung in den Großstädten stetig zu- und auf dem flachen Land abnimmt. Mittlerweile lässt sich ein gegensätzlicher Trend feststellen. Auch in der ländlich geprägten Gemeinde Ehekirchen nimmt man dies deutlich wahr. Das moderate Bevölkerungswachstum in Ehekirchen begründet sich neben steigenden Geburtenzahlen auch in Zuzügen. Ein Gradmesser ist die große Nachfrage nach Bauland durch einheimische und auswärtige Bewerber. Dass Bauland im ländlichen Raum günstiger zu erwerben ist als in Städten, dürfte sicher ein gewichtiges Argument dabei sein. Aber nicht das einzige.
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Sie haben sich der Dorferneuerung verschrieben: Hildegard Suyter-Bruglachner, Susanne Schmid, Martina Keßler, Bürgermeister Günter Gamisch, Andreas Karmann, Georg Schmid und Gerd Kaufmann (von links).
Sie haben sich der Dorferneuerung verschrieben: Hildegard Suyter-Bruglachner, Susanne Schmid, Martina Keßler, Bürgermeister Günter Gamisch, Andreas Karmann, Georg Schmid und Gerd Kaufmann (von links).

Die Flächengemeinde Ehekirchen mit knapp 4000 Einwohnern bietet viel Platz und Natur. Mit einem weit verzweigten Wanderwegenetz liegt die Entspannung praktisch vor der Haustüre.

Ehekirchen verfügt über Arbeitsplätze und eine solide Grundversorgung mit Einkaufsmöglichkeiten vom Hofladen bis hin zum Discounter sowie zwei Ärzte und eine Apotheke. Die beiden Kindergärten in Ehekirchen und Walda bieten auch die Betreuung für Kinder unter drei Jahren an. Der Ehekirchener Verein zur Familienhilfe bietet weitere Angebote. Die Gemeinde verfügt über eine Grund- und Mittelschule sowie eine Schulkindbetreuung. Ihre Familienfreundlichkeit unterstreicht die Gemeinde auch mit einem Begrüßungsgeld für Neugeborene. Ehekirchen bietet darüber hinaus ein breitgefächertes Freizeit- und Sportangebot in den Vereinen.
 

Natürlich nimmt die Corona-Pandemie deutlich Einfluss auf das Geschehen in der Gemeinde Ehekirchen, wie es Bürgermeister Günter Gamisch umschreibt. In den letzten Monaten ist ein großes Hilfs- und Unterstützungsangebot aus der Bürgerschaft entstanden – ob Hilfe beim Einkaufen, Betreuung von Kindern oder hilfsbedürftigen Menschen.

Einige Frauen aus der Gemeinde nähten laut Gamisch spontan in Eigenregie Alltagsmasken, weil sie etwas für die Gemeinschaft leisten wollten. Die Masken erwiesen sich als Verkaufsschlager. Das sogenannte Näh-Teamerwirtschaftete so knapp 4000 Euro, die in soziale Projekte fließen oder in Ruhebänke, die an exponierten Stellen aufgestellt wurden. Dies ist ein Beispiel des großen ehrenamtlichen Engagements, welches in der Gemeinde sehr ausgeprägt ist.


Ehekirchen investiert kräftig in seine Zukunft. Das neue und fertige Gewerbegebiet bei Wallertshofen befindet sich derzeit in der Verkaufsphase, wobei Bürgermeister Günter Gamisch die Nachfrage als zufriedenstellend bezeichnet. Es ständen aber noch einige Gewerbeflächen ab 1500 Quadratmetern zum Verkauf. In Planung ist nach Gamischs Angaben ein neues Baugebiet im Norden von Schönesberg, an welches ein Sondergebiet angegliedert wird. Die Planungen zum Neubau der Schulkindbetreuung in Ehekirchen und der Kinderkrippe in Walda sind im Fluss. Zudem beschäftigt sich der Gemeinderat mit dem Bau eines neuen Kindergartens in Ehekirchen und prüftdie Option eines Natur- oder Waldkindergartens. Schließlich soll auch das Dauerthema der Breitbanderschließung heuer endlich seinen Abschluss finden. DK


Neues Klärwerk ab 2021

Die im Bau befindliche zentrale Kläranlage bei Wallertshofen soll im Jahr 2021 in Betrieb gehen. Aktuell erfolgen dort der Innenausbau und die Installation der Maschinen- und Elektrotechnik. Etwa zwei Drittel der Baukosten von gut sieben Millionen Euro sind von den Grundstückseigentümern bereits entrichtet, wie Bürgermeister Günter Gamisch erklärt.

Die Gemeinde wird im Oktober noch eine zweite Abschlagszahlung einheben, deren Höhe sich etwa bei einem Drittel der bisherigen Vorauszahlung bewegt.

Der Restbetrag wird nach der Fertigstellung der Anlage erhoben. Die Baukosten dürften sich nach Angaben von Bürgermeister Günter Gamisch im vorgegebenen Rahmen bewegen. DK

GRUSSWORT

Liebe Leserinnen und Leser,

über der Haustür eines vor kurzem renovierten Anwesens in der Gemeinde Ehekirchen ist der Schriftzug „Mei Hoamat“ zu lesen. Ich finde, dass diese zwei Worte sehr viel aussagen. Es ist ein offenes Bekenntnis zu seinem Wohnort. Viel mehr noch empfinde ich das als Ausdruck, dass es den Bewohnern dieses Anwesens in ihrer Gemeinde gut gefällt. Ich denke, dass diese beiden Worte den Bewohnern unserer Gemeinde aus dem Herzen sprechen. Ehekirchen mit seinen 17 Orten ist lebens- und liebenswert. Und ebenso vielfältig.

Neben Arbeitsplätzen bei den heimischen Betrieben gibt eine gute Nahversorgung, sowie ein breitgefächertes Freizeitangebot in den Vereinen und viel Nähe zur Natur .Unsere abwechslungsreiche Landschaft vom waldreichen tertiären Hügelland bis hin zum Donaumoos bietet nicht nur grandiose Ausblicke, sondern auch Momente der Ruhe und des Innehaltens. Dies ist in den schwierigen Zeiten um das Corona-Virus nicht hoch genug einzuschätzen. Sehr wertvoll ist in Ehekirchen das ehrenamtliche Engagement. In der aktuellen Pandemie-Situation sind diese Strukturen sehr wichtig.Man kennt sich und man hilft sich gegenseitig wie in einer großen Familie. Das ist Heimat oder anders ausgedrückt „Daheim in Ehekirchen“.

Günter Gamisch
1. Bürgermeister