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Planen - Bauen - Wohnen

14.02.2018 08:00 Uhr

Das Haus der Zukunft

Plusenergiegebäude verbinden regenerative Energien und ökologische Materialien zu Wohlfühloasen
Passivbauweise, natürliche Klimatisierung und Photovoltaikanlagen machen die Häuser in der Freiburger Solarsiedlung zu Plusenergiehäusern. Die Gebäude produzieren mehr Primärenergie, als die Bewohner verbrauchen. Die Räume sind sonnenfurchflutet. Fotos: www.energiehaus.de
Passivbauweise, natürliche Klimatisierung und Photovoltaikanlagen machen die Häuser in der Freiburger Solarsiedlung zu Plusenergiehäusern. Die Gebäude produzieren mehr Primärenergie, als die Bewohner verbrauchen. Die Räume sind sonnenfurchflutet. Fotos: www.energiehaus.de
Das Haus der Zukunft ist ein Plusenergiehaus – ein Kraftwerk: Das Plusenergiehaus produziert mehr Energie, als seine Bewohner verbrauchen. Mit dieser positiven Energiebilanz übertrifft es jeden bisherigen Standard. Denn auch das Niedrigenergiehaus verbraucht zu viel Energie, und selbst das Passivhaus emittiert noch CO2 in die Atmosphäre. Passiv genügt nicht.

Plusenergie heißt: 100 Prozent regenerative Energieversorgung und emissionsfreier Betrieb. Zusätzlich wird ein Plus an sauberem Solarstrom an das öffentliche Netz abgegeben.

Natürliche Baustoffe kommen zum Einsatz, mit bestem energetischen und ökologischen Werten. Keine Wohngifte, gute Luft, helle Räume voller Tageslicht, warme Wandoberflächen: Das Plusenergiehaus ist ein Wohlfühlhaus.
Um eine positive Energiebilanz zu erreichen, zieht das Plusenergiehaus den bestmöglichen Nutzen aus der einzigen Form von Energie, die an jedem Tag und an jedem Ort frei und reichlich zur Verfügung steht – der Sonnenenergie. Passive Nutzung wird kombiniert mit aktiven Systemen, Strom und Wärme werden vom Haus selbst erzeugt, intelligent genutzt und im Gebäude festgehalten.

Ein Beispiel: Das Dach besteht aus einer großflächigen Photovoltaik-Anlage, solarthermische Kollektoren erwärmen das Brauchwasser. Die altbewährte Nutzung des Dachüberstandes schirmt die hohe Sommersonne ab, während die Strahlen der Wintersonne tief in die Innenräume eindringen.

Hochgradig lichtdurchlässig, hält die infrarotreflektierende Dreifach-Isolierverglasung der Südfassade zugleich die Wärme im Haus. Die gesamte Gebäudehülle ist wärmebrückenfrei gedämmt und dicht abgeschlossen. Und das Lüftungssystem ermöglicht eine permanente Frischluftzufuhr, beinahe ohne Wärmeverlust.

Die Aktivierung der Gebäudemasse als thermischer Speicher kann verstärkt werden durch den Einsatz von Phase Changing Material in den Innenwänden, und im Gewerbebau kann zudem Vakuum-Isolierung der Fassaden zum Einsatz kommen. Sollte ein zusätzlicher Wärmeeintrag nötig sein, so gibt es viele weitere Möglichkeiten – mit regenerativen Energien.

Das Plusenergie-Konzept umfasst die städtebauliche Dimension und entfaltet sein volles Potenzial bei größeren Hausgruppen und im Siedlungsbau. Es bietet Lösungen für Energie, für den Verkehr, das Wasser-, Abwasser- und Abfallmanagement. Und es gibt Antworten auf vielfältige soziale und demografische Fragen im Städtebau. Solararchitektur ist die Sozialarchitektur der Zukunft.

Plusenergie ist keineswegs bloße Zukunftsvision. Das Konzept wurde vielfach umgesetzt. Das Plusenergiehaus existiert seit über 15 Jahren. Man kann es beispielsweise in Freiburg und auch andernorts besichtigen. Längst ist das Plusenergiehaus so weit entwickelt, dass es zu marktfähigen Preisen überall gebaut werden kann: vom Einzelhaus bis zur kompletten Siedlung, im Wohnungs- und Gewerbebau und für jeden denkbaren Zweck wie Hotel, Schule, Ausstellungsgebäude oder Seniorenheim. Schon heute ist das Plusenergiehaus nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch vernünftig. Die Energiepreise werden weiter steigen, doch anstelle von Nebenkosten erzielt das Plusenergiehaus Nebeneinnahmen. Die Zusatzinvestition wird finanziert durch Einsparungen und Einspeisung von Energie. oh


Trend zur Autonomie

Beim Erwerb eines Hauses oder der Anmietung einer Wohnung sind den Deutschen die Energiethemen immer wichtiger, bestätigt eine aktuelle Online- Umfrage. So ist beispielsweise eine energiesparende Heizungsanlage für 54 Prozent der Käufer oder Mieter wichtig. Eine insgesamt gute Energieeffizienz ist für 52 Prozent der Befragten von Bedeutung. Und 11 Prozent der Bürger achten sogar auf eine Lademöglichkeit für Elektroautos. Auch der Trend zur Eigenversorgung mit Energie hält unvermindert an – die Menschen wollen von der klassischen Energieversorgung zunehmend unabhängiger werden. 24 Prozent der Befragten wollen ihr Zuhause für die Zukunft gerüstet wissen, setzen auf eigene Solaranlagen und Speicher. tmn


Neues Label für Holzöfen

Seit dem 1. Januar müssen neue industriell gefertigte Feuerstätten wie Kaminofen, Heizkamin, Kachelofen mit Heizeinsatz und Pelletofen im Handel ein Label tragen. Allerdings nur, wenn es Einzelraumheizgeräte mit einer Nennwärmeleistung von bis zu 50 Kilowatt sind, die gasförmige, flüssige oder feste Brennstoffe in Wärme umwandeln. Elektrisch betriebene Öfen sind ausgenommen. Das Label ähnelt den bekannten Kennzeichnungen von Hausgeräten. Die Skala reicht von A++ bis G – verdeutlicht in den Farben Grün bis Rot. tmn
Hafner Haus
Buchberger
Fitzek Metallbau GmbH
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TW Renovierung Malerfachbetrieb Tobias Wabnitz
Helmers Fussbodentechnik
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InoFaTec Metallbau GmbH
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Gerhard Brich e. K.
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