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Erlebniswelt Bad

13.03.2018 08:00 Uhr

Vom Wasser- zum Wohlfühlspender

Aus einfach wird eindrucksvoll: Moderne Armaturen fürs Bad
Foto: Dornbracht/VDS
Foto: Dornbracht/VDS
Was Philippe Starck, Antonio Citterio und Phoenix Design gemeinsam haben? Sie alle beschäftigten sich mit Wasserhähnen und machten aus ihnen das, was sie aktuell sind: kleine Wunderwerke. Der einfache Wasserspender von früher setzt nun als moderne Armatur das Wasser eindrucksvoll in Szene und bringt Wohlgefühl und Stil ins Bad; egal, ob in optischer Anlehnung an eine historische Wasserpumpe oder zeitgemäß mit softer Form und geraden Linien gleichermaßen weich und puristisch interpretiert. Da gerät man beim Blättern in Herstellerprospekten oder Durchklicken von Galerien im Internet schnell ins Schwärmen.

Entsprechend der erhöhten Aufmerksamkeit, die der Armatur zuteil wird, schießt die Zahl der gebotenen Modelle und Modifikationen für die unterschiedlichen Zapfstellen nach oben. Wie viele es derzeit gibt, lässt sich nicht genau beziffern. Was in jedem Fall zählt, erklärt die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS), sind Design in guter Qualität und zunehmend emotional gefärbte Wasseranwendungen. Das Wasser als Naturelement zu spüren und es als Mittel zu mehr Gesundheit zu nutzen, gehörten zu den Vorhaben, die sich in den eigenen vier Wänden allein im Badezimmer realisieren ließen. Moderne Armaturen gäben quasi alles, damit der Plan „gesundheitsorientiertes Bad“ voll aufgehe.

Dass das Bad als Gesundbrunnen nach dem altersgerechten und möglichst barrierefreien Bad durchaus zum nächsten realen Markttrend werden kann, attestiert die vom Bonner Dachverband in Auftrag gegebene Forsa-Basisuntersuchung „Die Deutschen und ihre Bäder“. Nach der im September 2017 veröffentlichten Studie ist das „ideale Bad“ jetzt schon für 41 Prozent der Bevölkerung gesundheitsfördernd. Dieser Wert steigt mit zunehmendem Alter: bei 65- bis 74-Jährigen auf 51 Prozent und bei über 75-Jährigen auf 60 Prozent.

Organisch, dynamisch gerundet und soft

Passend zur Strömung, Wasser als wesentlichen Stimmungsträger einzusetzen, werden laut VDS-Prognose in den nächsten Jahren Modelle den Markt erobern, die grundlegend bei der Natur Maß nehmen. Wer genau hinschaue, stoße in den Ausstellungen der Badprofis längst auf organische, dynamisch gerundete Armaturenlinien, die Steine und Äste als stilbildende Vorbilder zitierten, fließende Übergänge zwischen Griff(en) und Körper schafften und sogar wie ein gebogener Zweig erhöht aus der Mitte des Beckens ragten.

Auch die Tatsache, dass coole Formen durch Metall- Oberflächen plötzlich viel wärmer und authentischer wirken, lässt sich an Armaturen prächtig veranschaulichen. Naturnahe Materialien wie Gold, Rotoder Rosé-Gold, Messing, Nickel, Stahl und Platinum vorwiegend in mattem Finish setzen atmosphärische Ausrufezeichen. Darüber hinaus kommen mit Blick auf die Gestaltung historische Anleihen zum Zug, speziell dann, wenn das Bad in einen idyllischen Rückzugsort aus der lauten Metropole verwandelt werden soll. Selbstverständlich steckt in den gefragten Klassikern nur gegenwärtige Technik. Immer mehr an Bedeutung gewinnen etwa außergewöhnliche, individuelle Strahlarten. Wie die Experten von Gutes Bad, dem Online- Ratgeber der VDS, ausgemacht haben, sind diese nämlich nicht länger nur den Brausen in der Dusche vorbehalten. Neueste Strahlformer am Auslauf tragen dazu bei, dass Wasser sich als hauchdünner breiter Strahl gleich einem Vorhang ins Waschbecken ergießen kann. Oder sie lassen es netzförmig in feine einzelne, ineinander verschränkte Strahlen aufgeteilt fließen. An anderer Stelle wiederum besprühen und umspülen viele filigrane Einzelstrahlen die Hände wie eine Regendusche in Kleinformat und schenken einfach ein fabelhaftes Gefühl.

Weil speziell im Badezimmer dem einen Trend nicht gleich im Jahr darauf ein nächster folgt, dürfte der sogenannte Hebelgriff als Bedienelement der Armatur noch lange erhalten bleiben. Neuerdings wird er von den Entwickler gerne seitlich angeordnet – nicht zuletzt, weil beim Schließen mit nassen Händen der Auslauf trocken und sauber bleibt. Alternativ zum Griff lässt sich der Wasserfluss durch Knopfdruck starten und stoppen. Die vergleichsweise recht junge Technologie lockt darüber hinaus mit einem Argument für Barrierefreiheit: Bei steifen Fingern etwa könnten Handrücken oder Unterarm zum Öffnen oder Schließen verwendet werden.

Mehr Komfort und Flair durch Sensoren und Licht


Individuellen Komfort versprechen Modelle mit Sensoren. Nähert man sich ihnen, sprudelt automatisch und ganz ohne Berührung Wasser in voreingestellter Wunschtemperatur. LED-Ringe oder -Leuchtbänder geben dabei eine visuelle Rückmeldung zur aktuellen Einstellung. Im Großen und Ganzen dürften vor allem diejenigen Armaturen-Lösungen mit Licht ihre Stellung weiter ausbauen, die neben größerem Flair wichtige Orientierungshilfe anbieten – wie das Modell, das in zwei Stufen reagiert: Nähert man sich ihm, wird das Licht der LED-Anzeigen aktiviert. Gleichzeitig leuchtet der Auslauf sanft auf. Sobald auch die Hände nahe genug am Infrarotsensor sind, fließt das Wasser hell illuminiert. Ein Ausgleich zur berührungslosen „Methode“ ist und bleibt jene aufsehenerregende Armatur, die in ihrem offenen gläsernen Auslauf Wasser kräftig wirbeln lässt. Und das sogar auf sparsame Art und Weise. Ein Gedanke, der definitiv für Wohlbefinden sorgt. VDS

Frisch und hygienisch

Die Reinigung des Intimbereichs mit Wasser wird salonfähig: Welches WC ist das richtige?
Wer sich an den Komfort der Wasserreinigung für den Intimbereich gewöhnt hat, möchte auch im Gästebad nicht mehr darauf verzichten. Foto: djd/Geberit
Wer sich an den Komfort der Wasserreinigung für den Intimbereich gewöhnt hat, möchte auch im Gästebad nicht mehr darauf verzichten. Foto: djd/Geberit
Die Frische und Hygiene eines Dusch-WCs überzeugt auch in Deutschland immer mehr Menschen. Der kleine Luxus der sanften Reinigung mit Wasser des Intimbereichs passt heute in jedes Bad und ist für jedermann erschwinglich. Doch wie findet man genau das Modell, das den eigenen Bedürfnissen entspricht? Bei der Auswahl sind verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. Dazu gehört der gewünschte Funktionsumfang, das Design − und nicht zuletzt die Einbausituation im eigenen Bad.

Wasserreinigung pur oder Wellness komplett?

Die Grundfunktion eines Dusch-WCs ist, den Intimbereich sanft mit einem Wasserstrahl zu reinigen. „Die integrierte Duschfunktion lässt sich auf Knopfdruck bedienen, wobei die Position und Stärke des Duschstrahls regulierbar sind“, erklärt Martin Doerr, Regionalverkaufsleiter Ausstellungen und Design bei einem großen Sanitärtechnik-Hersteller. Bereits bei der Duschtechnik gibt es Unterschiede. Besonders sanft und angenehm gründlich reinigen zum Beispiel spezielle Düsen, die dem warmen Wasserstrahl feine Luftperlen beimischen. Solche Dusch-WCs gibt es heute in optisch attraktivem Design, das von einem normalen WC auf den ersten Blick nicht zu unterscheiden ist und seine Funktionen erst auf den zweiten Blick offenbart.

Täglicher Luxus für die private Wellness-Oase


Wer sich sein Bad als kleine Wellness-Oase wünscht, für den sind Modelle mit zusätzlichen Komfortfunktionen interessant. Dazu gehören zum Beispiel integrierte Geruchsabsaugungen, die schlechte Gerüche bereits in der WC-Keramik eliminieren, eine Ladydusche, ein Warmluftföhn zur sanften Trocknung und eine Sitzheizung. Sogar automatisch sich öffnende und schließende WC-Deckel sowie Keramiken mit integriertem, farbig einstellbarem LED-Orientierungslicht gibt es bereits.

„Am besten ist es, Dusch-WCs vor einer Kaufentscheidung selbst zu testen“, empfiehlt Doerr. Das kann man zum Beispiel bei Sanitär-Fachgroßhändlern und in vielen Badausstellungen von Installateuren. djd

Die Betätigungsplatte für die WC-Spülung macht sich fein

Berührungslose Auslösungen für die WC-Spülung schaffen Komfort im Badezimmer. Foto: djd/Geberit
Berührungslose Auslösungen für die WC-Spülung schaffen Komfort im Badezimmer. Foto: djd/Geberit
Früher stand sie nicht im Fokus der Badeinrichtung: Die Spülauslösung für das WC. Standen damals vor allem praktische Erwägungen im Vordergrund, so hat sich die Betätigungsplatte heute zu einem Designelement mit hohem ästhetischen und funktionalen Anspruch gewandelt. Das zeigt sich bereits bei der Materialauswahl: Neben hochwertigen Kunststoffen haben die Kunden heute die Wahl zwischen Glas, Edelstahl oder Natursteinoberflächen sowie interessanten Materialkombinationen. Und viele Hersteller haben sich für die Gestaltung Produktdesigner mit internationalem Renommee an Bord geholt. Christoph Behling, der als Industriedesigner für weltbekannte Marken arbeitet, entwirft seit 2006 Betätigungsplatten einen Sanitärtechnikspezialisten. Seine Platten setzen die Grundformen Rechteck und Kreis in immer neue Spannungsverhältnisse. Sie bieten Verbrauchern die Wahl zwischen natürlicher Schönheit oder klassisch-geometrischer Klarheit. Bei der Ausführung kommt es auf Präzision an − so klappert nichts beim Betätigen der Spülung, und der definierte Druckpunkt der Tasten fühlt sich einfach zuverlässig und sicher an. Es lohnt sich, genauer hinzusehen: Die Krümmung von Spültasten, der Schliff der Kanten oder zarte Chromumrandungen zum Beispiel schaffen eine ästhetische und anspruchsvolle Optik und Haptik.

Eine Besonderheit sind Spülauslösungen, bei deren Gestaltung Badbesitzer selbst kreativ werden können. So gibt es Betätigungsplatten, auf die durch ein spezielles Druckverfahren hinter Glas so gut wie jedes Motiv aufgebracht werden kann. So kann jedes Badezimmer mit kleinem Aufwand einzigartig gestaltet werden.

Für hohe Komfortansprüche konzipiert sind Spülauslösungen, die berührungslos funktionieren. Eine leichte Handbewegung in Richtung der elektronischen Auslösung für die kleine oder große Spülmenge genügt, um die Spülung in Gang zu setzen. Sanfte Lichtsignale quittieren den Befehl und dienen als Orientierungslicht bei nächtlichen WC-Besuchen. djd

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