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Sanierung und Erweiterung Kindergarten Marienheim in Pollenfeld

30.6.2017 08:00 Uhr

Offene Bauweise mit vielen Glaselementen

Mehr Räume für eine bessere individuelle Förderung der Buben und Mädchen – Derzeit werden 77 Kinder betreut
Hell, luftig und offen sind die Räume gestaltet. Hier können sich die Buben und Mädchen wohlfühlen. Fotos: Fries
Hell, luftig und offen sind die Räume gestaltet. Hier können sich die Buben und Mädchen wohlfühlen. Fotos: Fries
Von Siegfried Fries  

Pollenfeld
(DK) Sanierung und Erweiterung des katholischen Kindergartens Marienheim in Pollenfeld sind weitgehend abgeschlossen. Nur die Gestaltung der Außenanlagen steht noch an. Die offizielle Einweihung erfolgt am Sonntag, 2. Juli. Federführend ist das Architekturbüro Werner Schad aus Diespeck, Trägerin die Katholische Kirchenstiftung St. Sixtus Pollenfeld.

Der 1963 erbaute und mit zwei Gruppenräumen ausgestattete Kindergarten erhielt 1987 einen Anbau mit einem weiteren Gruppen- und einem Mehrzweckraum. Doch in jüngerer Zeit traten bauliche und sicherheitstechnische Mängel auf. Zudem reichten die Räume nicht mehr aus. Also wurde der Entschluss zu einer Generalsanierung gefasst. Vor Beginn der eigentlichen Maßnahme musste das vormalige Schwesternwohnheim sowie diverse Nebengebäude abgebrochen werden.

Von der Straßenseite her dominiert der neu errichtete Gymnastikraum mit seiner modernen Architektur.
Von der Straßenseite her dominiert der neu errichtete Gymnastikraum mit seiner modernen Architektur.
Die Sanierungsarbeiten erfolgten während des laufenden Betriebs des Kindergartens. Im ersten Bauabschnitt wurden das bestehende Gebäude erneuert und die 1987 errichteten Räume saniert. Danach war die Sanierung der Teile aus dem Jahr 1963 an der Reihe. Das bestehende Gebäude wurde durch einen zusätzlichen Gymnastikraum, einen Kreativraum und verschiedene Nebenräume ergänzt. Der ehemalige Mehrzweckraum dient einerseits als „Kinderbistro“ andererseits als Schnittstelle zu den neuen Gebäudeteilen.

Wie Planer Werner Schad betont, wurde die charakteristische Gebäudestruktur mit den zum Garten orientierten Gruppenräumen, alle mit Anschluss zum Kinderbistro, und den zur Straße orientierten Nebenräumen in die Planungen zur Erweiterung einbezogen. Der Gymnastikraum wurde gegenüber den Gruppenräumen zur Straße angeordnet, sodass für Gymnastikraum und Gruppenraum auch getrennte Spielbereiche in den Freianlagen möglich sind.

Die Fassaden und Räume wurden in zurückhaltenden Farben gestaltet. Möbel und Türen sind in Vollholz ausgeführt, mit natürlichen Ölen zum Schutz der Oberflächen behandelt und auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt. Alles ist offen gestaltet: Es gibt Glastüren und -elemente. Das Gebäude wird durch die örtliche Nahwärmeversorgung beheizt.

Die Freianlagen wurden durch den Anbau von Holzterrassen und den Einbau von Spielgeräten neu gestaltet. Derzeit werden beschattete, ruhige Rückzugsflächen angelegt, sodass vielfältige Erlebniszonen zum Spielen entstehen werden.

„Mehr als zufrieden“ zeigen sich Kindergartenleiterin Stilla Geck und die Erzieherinnen. Jedes der derzeit 77 Kinder hat seinen festen Platz in der Stammgruppe. Die pädagogischen Angebote finden teilweise in der Gruppe und teilweise gruppenübergreifend statt. In der Freispielzeit dürfen die Kinder auch die Spielecken in anderen Gruppenzimmern und außerhalb der Gruppenräume nutzen. „Wir fördern damit die Entscheidungsfähigkeit, Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit der Kinder“, so die Kindergartenleiterin. Da es nun mehr Räume gibt, die alle barrierefrei gestaltet sind, ist effektivere Einzelförderung der Kinder möglich.

„Wir sind ein Gesundheitskindergarten“, stellt Stilla Geck heraus. Neben vielen anderen gesundheitsfördernden Maßnahmen stehen zum Beispiel an einer Getränkestation für die Kinder immer Getränke bereit, zum Frühstück gibt es Obst und Gemüse. Im Außenbereich sind drei Hochbeete aufgebaut, damit die Kinder mitverfolgen können, wo das Gemüse herkommt und um den Bezug zur Natur zu fördern.

Im Namen der Kirchenstiftung Pollenfeld mit Kirchenpfleger Jakob Rucker an der Spitze bedankte sich Pfarrer Arnold Manuk für die gute Zusammenarbeit mit dem Planer und aller an der Maßnahme beteiligten Institutionen. Den Löwenanteil der mit 2,1 Millionen Euro bezifferten Maßnahmen trägt die Gemeinde. Weitere Mittel kommen vom Bistum Eichstätt, dem Freistaat und anderen öffentlichen Institutionen. Er sei auch stolz, dass beim Betrieb des Kindergartens Marienheim bisher nie ein Defizit entstanden ist, obwohl die Kindergartenbeiträge als sehr günstig angesehen werden können, so Manuk. „Wir haben immer sehr viele Kinder, die zur guten Auslastung des Kindergartens beitragen.“ Dadurch können die maximalen öffentlichen Förderungen abgerufen werden. Zusätzlich erhalte der Kindergarten sehr viele Spenden von Firmen, Banken und Vereinen. Auch unzählige Aktionen von Ehrenamtlichen und des Elternbeirats tragen zur finanziellen Entlastung bei.

Bürgermeister Wolfgang Wechsler zeigte sich dankbar, dass die Kirchenverwaltung und die Diözese den Schritt zur Modernisierung des Kindergartens gewagt haben. „Das Ergebnis gibt den Beteiligten mehr als recht. Unsere jüngsten Gemeindebürger werden in den modernen Räumen gut aufgehoben und betreut sein.“

Die Feier am Sonntag beginnt um 9 Uhr mit einem Familiengottesdienst in der Pfarrkirche. Um 10 Uhr formiert sich ein Festzug zum Kindergarten, wo um 10.15 Uhr die Einweihung ihren Anfang nimmt. Die Bevölkerung ist dazu eingeladen.

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