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Tradition in Wolnzach - Gasthof zur Post

02.05.2018 15:00 Uhr

Neuer „Chef de Cuisine“ ist Gastronom aus Leidenschaft

Benjamin Hagl übernimmt das Gasthaus und die Gästezimmer – Am 1. Mai kann man den Küchenchef auf dem Rathausplatz kennenlernen
Auch ein Küchenchef muss mal verschnaufen: Benjamin Hagl in seinem Biergarten, in dem 200 Besucher Platz haben. Im Gasthof zur Post serviert er bayerische Schmankerln, „mal traditionell, mal kreativ“ angerichtet. Fotos: Maggie Zurek
Auch ein Küchenchef muss mal verschnaufen: Benjamin Hagl in seinem Biergarten, in dem 200 Besucher Platz haben. Im Gasthof zur Post serviert er bayerische Schmankerln, „mal traditionell, mal kreativ“ angerichtet. Fotos: Maggie Zurek
Wolnzach (zur) Der Gasthof zur Post in Wolnzach hat einen neuen Pächter. Mit Benjamin Hagl übernimmt ein Gastronom aus Leidenschaft das traditionsreiche Wirtshaus, das weit über die Grenzen des Marktes hinaus bekannt ist. Gelegenheit den zukünftigen „Chef de Cuisine“ und sein Team kennenzulernen, besteht am heutigen 1. Mai zwischen 9 und 11 Uhr auf dem Rathausplatz. Dort nämlich serviert Hagl an diesem Tag süffige Bierspezialitäten aus dem Hause Augustiner. In der Gaststätte und im dazugehörigen Biergarten wird derweil „der Betrieb nahtlos weitergehen“, verspricht der 35-Jährige, der von den scheidenden Wirtsleuten Karin und Manfred Siegmund einen gut geführten Betrieb übernimmt.

Von Kindheit an habe er „davon geträumt, einmal als Küchenchef tätig zu sein“, gesteht Hagl lächelnd. Aber die Eltern raten ihm ab, „weil das doch ein Knochenjob mit anstrengenden Arbeitszeiten ist“. Also lernt er „was gscheits“, wird Zimmermann. Nebenbei aber ist er immer in der Gastronomie tätig, weil die ihn „einfach nicht loslässt“.

Von 2003 bis 2005 übernimmt er die Bar Centrale am Hopfenmuseum – ein erster Schritt „in die richtige Richtung“. Der ein jähes Ende findet, als er mit 23 Jahren zur Bundeswehr eingezogen wird. „Wenn schon, denn schon“ habe er sich damals gedacht und sich auf acht Jahre verpflichtet. Das hat ihm eine besondere Chance eröffnet: Über den Berufsförderdienst der Armee konnte er die Lehre zum Koch absolvieren. Während seiner Ausbildung sammelte er unter anderem am Nockherberg und im Café Reitschule in München Erfahrungen. Mit 29 Jahren ist er endlich Koch „mit Brief und Siegel“. Als solcher betreibt er ab 2013 das Restaurant im Hotel Haimerlhof und erarbeitet sich einen guten Ruf. „Immer wieder musste ich größeren Gesellschaften eine Absage erteilen“, begründet Hagl, warum er das Angebot, den Gasthof zur Post zu übernehmen, gerne annahm. Hier nämlich stehen ihm mehrere Räumlichkeiten zur Verfügung. Ein Wirtsraum für circa 75 Personen, „in dem sich Stammtisch- Gruppen oder Vereine weiterhin wohlfühlen dürfen“, gehört dazu. Noch einmal so vielen Gästen bietet das eigentliche Restaurant Platz und ein kleineres Nebenzimmer fasst rund 20 Personen Raum. Nicht zu vergessen der hauseigene Biergarten, der 200 Besucher beherbergen kann. „Mit dem Umzug sind für mich neue Herausforderungen verbunden“, verrät Hagl und meint damit die neun Zimmer, die nun in seinen Geschäftsbereich gehören. 1930 hat die Augustiner Brauerei München den geschichtsträchtigen Gasthof zur Post übernommen. Noch immer wird deren Bier hier serviert – nebst bayerischen Schmankerln, die „mal traditionell, mal kreativ“ angerichtet sind. Auch die Mittagskarte bleibt erhalten. Und wie es sich für einen modernen Gastgeber gehört, hat die Post auch für Liebhaber internationaler Klassiker von italienischen Pasti bis zum Steak vom österreichischen Almochsen mit Tierwohlzertifikat allerlei zu bieten. Alleine würde Hagl ein solches Pensum auf die Dauer nicht schaffen: Zusätzlich zu den beiden Küchenhilfen schwingen daher zwei Lehrlinge den Kochlöffel. „Ab September sollen weitere hinzukommen.“

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