Anzeigen
 
 
Anzeige

Senioren - fit und aktiv im Alter

28.02.2018 12:00 Uhr

Fehlsichtigkeit erkennen

Passende Sehhilfe sorgt für den nötigen Durchblick
Spätestens, wenn die erste Lesebrille nötig wird, solle auch der Augendruck kontrolliert werden, um Erkrankungen wie den Grünen Star frühzeitig zu erkennen. Foto: BVA
Spätestens, wenn die erste Lesebrille nötig wird, solle auch der Augendruck kontrolliert werden, um Erkrankungen wie den Grünen Star frühzeitig zu erkennen. Foto: BVA
Der Beifahrer erkennt die Straßenschilder früher? Die Anzeigetafel im Bahnhof ist nur mit zusammengekniffenen Augen zu entziffern? Dann empfiehlt es sich, die Augen überprüfen zu lassen. „Ein Indiz können müde oder brennende Augen oder verschwommenes Sehen sein. Dinge, die man vorher gut sehen konnte, sind nur noch schwierig zu entziffern“, erklärt Augenoptikermeister Giovanni di Noto. Die Symptome seien bei Weit- und Kurzsichtigkeit dieselben.

„Viele Menschen merken erst bei der Augenuntersuchung für den Führerschein, dass sie schlecht sehen. Denn wenn es jemand gewohnt ist, nicht gut zu sehen, findet er das normal“, weiß Professor Christian Ohrloff, Sprecher der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). „Rund die Hälfte aller Deutschen haben eine Fehlsichtigkeit. Kurzsichtigkeit ist mit 30 Prozent häufiger vertreten als Weitsichtigkeit.“ Bei Weitsichtigkeit sehe man Objekte oder Texte auf einer Distanz von unter fünf Metern nicht scharf. „Vor allem im jüngeren Alter wird eine Weitsichtigkeit aber oft nicht bemerkt, weil der Anpassungsmechanismus des Auges die Brechungsstörung noch kompensieren kann“, sagt Ohrloff.

Unscharfe Sicht lässt sich in der Regel beheben. „Eine Fehlsichtigkeit ohne weitere krankhafte Augenveränderung kann man vor allem bei jungen Menschen mit der richtigen Brille fast immer so korrigieren, dass wieder eine 100-prozentige Sehschärfe erreicht wird“, erklärt Georg Eckert, Augenarzt aus Senden und Sprecher des Berufsverbands der Augenärzte. Sehminderungen, die durch Augenkrankheiten bedingt sind, können hingegen meist nicht vollständig ausgeglichen werden. Als Faustregel gilt: Ändert sich das Sehvermögen bei Menschen ab etwa 50 Jahren, sei meist nicht die Brille zu schwach, sagt Eckert. Dann stecke eher Grüner oder Grauer Star oder eine Makuladegeneration hinter der Verschlechterung. Daher ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Augenarzt wichtig: für Heranwachsende und Menschen ab 40 etwa alle ein bis zwei Jahre, zwischen 18 und 40 kann der Abstand auch etwas größer sein, wie Eckert sagt. „Leider tut es meist nicht weh, wenn man etwas an den Augen hat. Zum Zahnarzt gehen die Menschen, wenn sie Schmerzen haben. Bei den Augen merken sie aber oft gar nicht, dass etwas nicht stimmt.“

Spätestens wenn die erste Lesebrillenötig wird, sollte auch der Augendruck kontrolliert werden, um Erkrankungen wie den Grünen Star frühzeitig zu erkennen. Vor allem bei plötzlichen Veränderungen könne eine Krankheit hinter den Problemen stecken. Beginnende Altersweitsichtigkeit, die sich ab etwa 40 Jahren bei jedem einstellt, zeige sich durch den Klassiker, sagt Augenoptiker di Noto: „Die Armlänge wird zu kurz, um Zeitung zu lesen oder auf dem Smartphone zu schreiben.“

Wer als Brillenträger auf eine Gleitsichtbrille umsteigt, muss mit einer Gewöhnungsphase rechnen. Bei einer vom Fachmann gut angepassten Brille gehe das aber schnell. dpa

Gutes Hören ist messbar

Die eigene Einschätzung des Hörvermögens ist kaum möglich, teilt die Fördergemeinschaft Gutes Hören (fgh) mit. Denn die meisten Veränderungen beim Hören stellen sich unbemerkt und schleichend ein, so dass man sich langsam daran gewöhnt. Daher machen viele Menschen einen Hörtest erst dann, wenn sie von anderen auf ihr schlechtes Verstehen hingewiesen werden, oder wenn sie selbst Einschränkungen im Alltag feststellen.

Das ist aus Expertensicht viel zu spät, denn das Gehör vergisst regelrecht das normale Hören und damit auch den Umgang mit den Alltagsgeräuschen. Das Hörvermögen sollte deshalb regelmäßig überprüft werden, um rechtzeitig die Hördefizite auszugleichen und den Verlust von Lebensqualität zu verhindern.

Entscheidend für gutes Hören sind bestimmte Tonhöhen, Frequenzen, deren Schwingungen in Hertz (Hz) gemessen werden. Ausgehend vom menschlichen Stimmumfang und der Sprache sind Frequenzen zwischen 500 und 8000 Hz für gutes Hören und Verstehen entscheidend. Bei der verbreiteten Hochtonschwerhörigkeit können vor allem stimmlose Konsonanten nicht mehr richtig verstanden werden, was zu Missverständnissen führt. Kommen dann noch Nebengeräusche hinzu, wird einwandfreies Verstehen nahezu unmöglich, so die fgh.

Beim Hörtest – der Fachbegriff lautet Audiometrie – werden mit dem Audiometer der Testperson nacheinander verschieden hohe Töne in anschwellender Lautstärke per Kopfhörer nach linkem und rechtem Ohr getrennt vorgespielt. Wenn die Testperson den Ton wahrnimmt, drückt sie einen Knopf. Der Akustiker misst die Lautstärke in Dezibel und dokumentiert das Ergebnis im Audiogramm. Die Lautstärke, die für das Hören der Testtöne nötig war, ist dann entscheidend für die Beurteilung des Gehörs.

Dipl.-Ing. FH Augenoptik - Dipl.-Ing. FH Hörakustik Fuchs
Dipl.-Ing. (FH) Hörakustik Fuchs
Meisterbetrieb Walter
Kratzer Bikes
Taxi Anja Esser
Meisterbetrieb Walter
Seite :